2017 fielen in der Schweiz 129'000 Tonnen Elektroschrott an

Die Schweizer Bevölkerung hat im vergangenen Jahr rund 129'000 Tonnen Elektroschrott und Elektronik-Altgeräte zur Entsorgung abgegeben – dies entspricht etwa 15 Kilo pro Kopf. Damit wurden 9000 Tonnen weniger gesammelt als noch 2016.
 
62 Prozent des Gewichts entfiel auf Haushaltgeräte und Leuchtmittel, während 38 Prozent aus Altgeräten aus Informatik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik bestand. Für Haushaltgeräte und Leuchtmittel wird die Rücknahme durch SENS eRecycling organisiert, für den zweiten Bereich ist Swico zuständig.
 
Insgesamt wurden 48'525 Tonnen ICT-Geräte zurückgebracht. Damit stiegen die Stückzahlen weiter an, das Gesamtgewicht der durch Swico Recycling zurückgenommenen Mengen sank jedoch um rund 7,3 Prozent. Ausschlaggebend sei der anhaltende Trend weg von Röhren- hin zu den leichteren Flachbildschirmen, schreibt der Verband in einer Mitteilung. Dies ist auch der Hauptgrund, warum das Gesamtgewicht tiefer liegt als noch im Jahr zuvor, im SENS-System bleib die Rücknahme je nach Kategorie gleich oder ging nur leicht zurück.
 
Es gebe in ihrem Bereich keine Trittbrettfahrer, schreibt Swico weiter. Die Anzahl der Unternehmen, die am System teilnehmen und den vorgezogenen Recyclingbeitrag auf ihre Geräte aufschlagen, sei 2017 um 42 neue Partner auf 568 Unternehmen gewachsen und habe damit acht Prozent zulegen können.
 
Etwas anders sieht dies im von SENS eRecycling organsierten Bereich aus. Wie die beiden Kammern des Schweizer Parlaments kürzlich thematisierten, hat man hier mit Importen und Trittbrettfahrern zu kämpfen, die keine vorgezogene Recyclinggebühr auf die Geräte aufschlagen. (ts)