Intersys ist ins Blockchain-Business eingestiegen

Der Solothurner Softwareentwickler Intersys will in Zukunft Blockchain-Technologie im industriellen Umfeld nutzbar machen. Das sei der Grund, warum man sich bei der jungen Firma Trustwise aus Pratteln engagiere, erklärt Intersys-CEO Adrian Hutzli in einem kurzen Telefonat mit inside-channels.ch. Zum konkreten Investitionsvolumen führt er nur aus, dass man mit einem namhaften Betrag eingestiegen sei, aber nicht allein entscheiden könne. Die unter 50 Prozent-Beteiligung liegt im niedrigen zweistelligen Bereich, ergänzt Trustwise-CEO Hans-Peter Gier im Gespräch mit inside-channels.ch.
 
Intersys verspricht sich von dem Engagement Zugang zur Blockchain-Technologie. Das sei ein strategischer Baustein in der Weiterentwicklung des Service-Portfolios, wird Hutzli in der Mitteilung zitiert. Blockchain-Technologie werde künftig bei der Digitalisierung der Prozesse und Applikationen ein unverzichtbarer Baustein für die sichere, nachvollziehbare und transparente Erfassung von Informationen sein, schiebt er nach. Im Gespräch fügt er an, dass insbesondere im IoT-Bereich (Internet of Things) Blockchain immer wichtiger für die Industrie werde.
 
Die Trustwise-Lösung basiert auf Ethereum-Technologie und überzeugte Hutzli, weil sie entscheidende Merkmale so kombiniere, dass deren Blockchains "sehr energiearm und dennoch sicher" laufe. Zudem biete die Lösung fixe Transaktionskosten und –zeiten.
 
Laut Gier adressiert das erst letztes Jahr gegründete Jungunternehmen Trustwise mit einer derzeit in der Betaversion vorliegenden Applikation zentrale Blockchain-Bereiche. Er nennt Smartshares inklusive Payment-Tokens genauso wie Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung, Verifizierungen in Industrieprozessen oder auch Smartcontracting und den Finanz-Sektor. Beteiligt seien derzeit zwei Software-Firmen, neben der Luzerner Intersys ist das Ortis Software mit Hauptsitz im deutschen Dortmund, sowie Ramseier Treuhand und Emanuel Dettwiler, Partner der Anwaltskanzlei Kellerhans Carrad.
 
Gier bringt breites Knowhow zum Thema mit. Ende Jahr wird er eine Studie zu den Chancen und Risiken der Blockchain vorlegen, die er gemeinsam mit Partnern für die Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung der Schweiz erarbeitet hat. Ende 2019, so Gier weiter, werde eine ausgereifte Applikation vorliegen und bei ersten Kunden zum Einsatz kommen. (vri)