Stadler zügelt seine Rechenzentren zu Equinix

Der Schweizer Zugbauer Stadler Rail gibt seine beiden Rechenzentren (RZs) an den Standorten in Bussnang und Altenrhein auf. Statt weiter selbst RZs zu betreiben, greift das Unternehmen ab 2019 auf zwei der vier Züricher Rechenzentren der Schweizer Niederlassung von Equinix zurück, heisst es in einer Mitteilung. Zum Umfang des Auftrags verweisen die RZ-Spezialisten lediglich darauf, das wirtschaftlich günstigste Angebote vorgelegt zu haben, ansonsten werden aber keine Angaben gemacht.
 
Equinix-Sprecher Roberto Cazzetta streicht gegenüber inside-channels.ch allerdings heraus, dass es sich bei der Stadler Rail mit ihren 13 Produktions-, Engineering- und Servicestandorte weltweit um den "perfekten Equinix-Kunden" handle: Ein renommiertes Schweizer Unternehmen mit einem nicht nur hierzulande bekannten Name und zudem international tätig.

Stadler nutze das sogenannte Campus-Model von Equinix. Es verspricht höchste Ausfallsicherheit bei direkter Verbindung zwischen den beiden RZs. Der Zugbauer soll mit seinem Umstieg zudem von Kosteneinsparungen profitieren können. Dabei sind von dem Umbau jedoch keine Mitarbeiter betroffen, teilt Stadler-Rail-Pressesprecherin Marina Winder auf Anfrage mit.
 
Als Grund der Zügelte nennt Cazzetta die von Stadler Rail angestrebte Umsetzung einer IOA-Strategie (Interconnection Oriented Architecture). Sie erlaube, dass Stadler mit seiner IT-Umgebung näher als bisher zu den Applikationen, Usern und Daten komme. (vri)