SAP verleibt sich Schweizer Coresystems ein

Die Standorte von Coresystems bleiben erhalten. Bild: Coresystems
Der Walldorfer Konzern übernimmt alle 180 Angestellten des Spezialisten für Field-Service-Software.
 
SAP hat das noch junge Schweizer Unternehmen Coresystems für einen nicht genannten Betrag gekauft. Das Unternehmen mit Hauptsitz im aargauischen Windisch hat Software für Field Service und Arbeitskraft-Management entwickelt, die den Aussendienst in Echtzeit ermöglichen soll, wie Coresystems verspricht. Mit der KI-basierten Lösung soll etwa die Planung und Zuordnung von Servicetechnikern nach Fähigkeiten, Standort und Verfügbarkeit organisiert werden.
 
Ein weiterer Aspekt der Lösung lautet "Crowd-Service" und wird von SAP in einem Blogbeitrag mit der "Uberisierung" des Aussendienstes umschrieben: Firmen könnten damit einen Pool an Servicetechnikern aufbauen, der ganz oder teilweise auf Personen beruht, die nicht im Unternehmen angestellt sind.
 
Offenbar ist das Unternehmen damit erfolgreich: Nach zwei Finanzierungsrunden 2013 und 2014, die insgesamt rund 24 Millionen Franken einbrachten, ist Coresystems nach eigenen Angaben stetig gewachsen. Den Erfolg sieht offenbar auch SAP: Die Lösung von Coresystems ergänze ideal die IoT-Lösungen und die Asset-Netzwerke der Walldorfer Softwareschmiede. Als Beispiel beschreibt SAP, wie auf Grundlage der Coresystems-Lösung kombiniert mit Predictive Maintenance und den Service-Ressourcen der Versand und Einbau von Ersatzteilen bereits im Voraus geplant werden können. Damit liessen sich Ausfallzeiten minimieren und die Kundenzufriedenheit erhöhen.
 
Mittlerweile beschäftigt die 2006 gegründete Firma Coresystems rund 180 Mitarbeitende weltweit, 52 davon arbeiten in der Schweiz. Die Angestellten würden alle übernommen, erklärt Stephanie Freise, Head Communications von SAP Switzerland, auf Nachfrage von inside-channels.ch. Vorläufig bleibe Coresystems als Unternehmen am Markt, der Integrationsprozess sei eingeleitet worden. (ts)