Schweizer IT-Branche vor radikalem Wandel

(c) by IFU FHS. Mit freundlicher Genehmigung der Autoren.
KMU-Studie zeigt: KMU der IT-Branche sind am stärksten vom Wandel betroffen, profitieren aber auch am meisten.
 
Die kleinen und mittelgrossen Schweizer Firmen wappnen sich für einen starken Wandel. Am meisten betroffen wird die IKT-Branche sein, die aber gleichzeitig der Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft am optimistischsten entgegen blickt.
 
Dies zeigt der "KMU-Spiegel 2018" der FHS St. Gallen, der heute veröffentlicht worden ist. Die Studie baut auf der Online-Befragung von 577 Schweizer KMU auf. Interessant ist das Resultat insbesondere, weil verschiedene Branchen miteinander verglichen werden und je ein Beispiel der Transformation eines KMUs beschrieben wird. Elf Prozent der Umfrageteilnehmer stammen aus der IKT-Branche.
 
Digitalisierung und veränderte Kundenbedürfnisse.
Schweizer KMU aller Branchen, von Landwirtschaft über Produktion und Dienstleistungen bis hin zum Gesundheitswesen, sind sich durchaus bewusst, dass in den nächsten zehn Jahren viel passieren wird. 72 Prozent der Befragten glaubt, dass sich ihre Branche in den nächsten Jahren "sehr stark" verändern wird.
 
Treiber der Veränderung ist der technologische Wandel auf Rang eins mit 56 Prozent und fast gleich relevant ist die "Veränderung der Kündenbedürfnisse", die von 51 Prozent genannt werden. Alle anderen Treiber sind über alle Branchen gesehen weit weniger wichtig. Genannt werden regulatorische Änderungen, die Konkurrenz aus dem Ausland, die Konjunktur, die Entwicklung des Wechselkurses und die demografische Entwicklung.
 
Volatiles Umfeld, komplexeres Portfolio
Auffallend ist, dass die ICT-Branche weitaus am wenigsten Angst vor dem bevorstehenden Wandel hat. Über 65 Prozent der KMU unserer Branche erwartet eher Chancen, nur neun Prozent sieht eher Risiken.
 
Die Autoren haben die Volatilität des Umfelds mit der Komplexität des Produkt- und Leistungsportfolios in einer Grafik (siehe Abbildung in
(c) by IFU FHS. Mit freundlicher Genehmigung der Autoren.
der Mitte des Textes) in Beziehung gesetzt. Es fällt auf, dass die ICT-Branche sich in einem ähnlich volatilen Umfeld sieht wie das Gastgewerbe, Dienstleistungen und die Produktion. Aber unsere Branche erlebt die weitaus stärkste Zunahme der Komplexität des Leistungs- und Produkte-Portfolios. Das leuchtet ein, denn mit Cloud-Computing hat sich die Lieferkette rasch und radikal verändert und angesagte Themenfelder wie Analytics, Robotics und IoT setzen ganz andere und mehr Kompetenzen voraus. (hc)
 
Die 68-seitige Studie kann beim Sponsor BDO kostenlos gegen die Bekanntgabe der Personalien bezogen werden.
 
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