Das Datacenter Thurgau soll Ende 2018 zu 40 Prozent vermietet sein

Seit Anfang Juni können Kunden ihre IT-Infrastruktur ins Datacenter Thurgau des Elektrizitätswerks Kanton Thurgau (EKT) einziehen. Bis zur Eröffnung des ersten öffentlichen RZs im Kanton waren zwei Kunden bekannt: das Amt für Informatik des Kantons Thurgau sowie der Multimedia-Provider Leucom Stafag, welcher in einem Telekommunikations-Joint-Venture der EKT bereits andersweitig eng verbunden ist.
 
Im Vorfeld wurde der Bau des RZs heiss diskutiert. Es brauche kein Datacenter in der Region, denn der Bedarf sei zu gering, so die Kritiker. Wie steht es um das Datacenter Thurgau aktuell, fragte inside-channels.ch Marcel Stofer, Leiter Strategische Projekte EKT.
 
inside-channels.ch: Wieviele Quadratmeter sind vermietet zur Eröffnung, wieviele noch zu haben?
 
Marcel Stofer: Aufgrund der Anfragesituation gehen wir davon aus, dass bis Ende Jahr etwa 40 Prozent der Erstausbaufläche von 300 Quadratmetern vermietet sein wird.
 
Können Sie Kunden neben den bekannten – Kanton, Leucom – nennen?
 
Marcel Stofer: Wir sind mit diversen potentiellen Firmen im Gespräch, beziehungsweise in konkreten Verhandlungen. Namen möchten wir zu diesem Zeitpunkt keine nennen.
 
Können Sie sagen, ob diese aus dem Kanton, beziehungsweise aus der Region stammen?
 
Marcel Stofer: Das Interesse in der Grossregion Frauenfeld ist gross. Es gibt aber auch Interessenten aus den Kantonen St. Gallen und Thurgau.
 
Gibt es ein Ziel, wann die Flächen alle belegt sein sollen?
 
Marcel Stofer: Wir wollen in etwa fünf bis sechs Jahren unsere Sollauslastung erreicht haben.
 
Sind Sie in den schwarzen Zahlen oder wann wollen Sie dies sein?
 
Marcel Stofer: Wir bewegen uns im Rahmen des Businessplans, welcher nach vier Betriebsjahren einen positiven EBIT vorsieht. (mag)