Digitalisierung lässt Middleware-Markt wachsen, sagt Gartner

Mit der Digitalisierung steigt die Nachfrage nach Cloud Computing, IoT, Analytics und Künstliche Intelligenz. Dies bewirkt, so Gartner, dass weltweit mehr für Anwendungsinfrastruktur und Middleware (AIM) ausgegeben wird. Den neusten Zahlen des Marktforschers zufolge betrug der durch AIM generierte Umsatz 2017 rund 28,5 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von fast zwölf Prozent.
 
"Je mehr Unternehmen sich den digitalen Geschäftsmodellen zuwenden, desto grösser wird die Nachfrage nach modernen Anwendungsinfrastrukturen. Jene verbinden Daten, Software, Nutzer und Hardware und ermöglichen so neue digitale Services oder Produkte", kommentiert Fabrizio Biscotti, Research Vice President bei Gartner, das Ergebnis. Für das laufende Jahr sagt der Marktforscher ein noch stärkeres Wachstum voraus, bevor es sich ab 2019 wieder verlangsamen werde und 2022 rund fünf Prozent betragen werde.
 
Marktführer sind IBM und Oracle, wobei der Marktanteil von Big Blue mit über 21 Prozent fast doppelt so gross ist wie der von Oracle. Die On-Premise-Angebote der beiden Hersteller machen zwar einen grossen Teil des Marktes aus, aber der Umsatz wachse nur im einstelligen Bereich. Sie werden aber weiterhin wachsen. Die Produkte in diesem langsam wachsenden Segment bedienen insbesondere Legacy-Applikationen, schliesst Gartner. Starkes Umsatzwachstum im AIM-Segment verzeichnen Salesforce und vor allem Amazon.
 
Bereiche rund um Cloud und Open-Source-basierte Angebote, um Applikationen zu integrieren, (Integration-Platform-as-a-Service, iPaaS) werden in den kommenden Jahren zweistellig wachsen. Neue Player, die sich auf iPaaS-Angebote spezialisieren, werden in den Markt drängen und die traditionellen Hersteller herausfordern, glaubt Gartner. Gleichzeitig werde es im iPaaS-Markt auch zu einer Konsolidierung kommen, die sich unter anderem mit der Übernahme von MuleSoft durch Salesforce bereits abzeichne. (kjo)