Bericht: IBM ent­lässt in der Watson-Health-Division

IBM habe vergangene Woche "eine signifikante Zahl" der Mitarbeitenden der Watson-Health-Sparte entlassen. Betroffen seien insbesondere IBM-Angestellte, die durch Zukäufe zu Big Blue gestossen sind, wie 'The Register' mit Berufung auf eine Insiderquelle schreibt. Dabei handle es sich um die drei Unternehmen Truven, Merge und Phytel, die IBM in den Jahren 2015 und 2016 übernommen hatte.
 
50 bis 70 Prozent der Mitarbeitenden der Watson-Health-Division an den Standorten in Dallas (Texas), Ann Arbor (Michigan), Cleveland (Ohio) und Denver (Colorado) seien betroffen, so der 'Register' weiter. Aber auch an internationalen Niederlassungen komme es zu einem Abbau, schreibt die Wirtschaftszeitung 'Crain's Cleveland Business'.
 
Die Gesamtzahl der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden sei schwer abzuschätzen, heisst es weiter. Aktuell arbeiten rund je 230 Angestellte in Cleveland und Dallas und etwas mehr seien es in Ann Arbor, wie aus anonymen Einträgen auf der Facebook-Seite 'Watching IBM' hervorgeht.
 
IBM äussert sich generell nicht zu Berichten zu Stellenkürzungen und kommuniziert jeweils nur die Gesamtzahl aller Mitarbeitenden weltweit. Auf Anfragen von 'The Register' und 'Cleveland Business' wollte sich IBM auch zum aktuellen Bericht nicht äussern.
 
Bekanntlich befindet sich IBM seit Jahren im Umbau. Konzernchefin Ginni Rometty stösst weniger lukrative Legacy-Bereiche ab und setzt dafür auf strategische gewinnträchtigere Bereiche. Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass IBM 1800 zusätzliche Stellen in den Bereichen KI, Blockchain, Cloud und IoT in Frankreich schaffen möchte. (kjo)