Bechtle wächst und freut sich auch über die Schweiz

Der paneuropäische IT-Dienstleister und -Händler Bechtle hat seine Zahlen zum ersten Quartal 2018 veröffentlicht. "Sie sind eine gute Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018", sagte Thomas Olemotz, Chef der Bechtle, an einer Telekonferenz.
In der Tat konnte er viel Positives rapportieren: Ein Umsatzwachstum im ersten Quartal um 19 Prozent auf 955,4 Millionen Euro. Dabei wuchs der Umsatz in Deutschland um 18,8 Prozent, im Rest der Gruppe um 19,2 Prozent. "Mit 18,4 Prozent ist unser Wachstum weitgehend organisch", so Olemotz.
 
Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich um 12,5 Prozent auf 35,4 Millionen, daraus resultiert eine EBT-Marge von 3,7 Prozent.
 
Das Wachstum zeigt sich sowohl im Bereich "IT-Systemhaus & Managed Services" (plus 16,8 Prozent, 658,2 Millionen Euro Umsatz), als auch beim "E-Commerce" (plus 23,9 Prozent bei 297,2 Millionen Euro Umsatz).
 
Der Bereich "E-Commerce" sei ein eigentlicher Wachstumsmotor, so Olemotz, der sich aber auch sehr zufrieden zeigte mit "dem Rest": von Hybrid Cloud über Workplace- und Datacenter-Architekturen bis hin zu Networking und Security laufe es unverändert gut. Er wies darauf hin, die Cloud-Plattform entwickle sich "erwartungsgemäss" und stellte neue Produkte und Partner in Aussicht.
 
Dass bei all dem Wachstum, die EBIT-Marge von vier Prozent auf 3,7 Prozent sank, liege am starken Personalwachstum sowie Abschreibungen bei Investitionen.
 
Der Konzern hält entsprechend an seinen Prognosen für das laufende Geschäftsjahr fest.
Der Schweizer Markt entwickle sich wie die anderen Märkte "sehr erfreulich", antwortete Olemotz auf die Frage von inside-channels.ch. Zwar nicht ganz so gut wie der Rest des Konzerns, aber "solide und deutlich über dem Vorjahr". Dies in beiden Segmenten. Konkreter wurde der Bechtle-Chef nicht.
 
Insgesamt zählt Bechtle konzernweit nun 8'627 Mitarbeiter, ein Plus von 919 im Vergleich zum Vorjahr. Davon entfallen über 7'000 auf den Bereich "IT-Systemhaus & Managed Services". Das Wachstum sei primär auf neue Anstellungen zurückzuführen, aber auch auf Acquisitionen.
 
Hier kommt die Übernahme des Horgener ERP-Spezialisten Acommit in die Diskussion, welche Olemotz als zentrales Ereignis des ersten Quartals hervorhob. Es sei "im positiven Sinne eine typische Bechle-Akquisition", so Olemotz und ergänze den Konzern im Bereich Microsoft Dynamics. Die Eigenentwicklung DIAS von Acommit sei sehr erfolgreich. Gleichzeitig freute er sich über 200 mittelständische Acommit-Kunden in der Schweiz.
 
Er bestätigte, dass die vormaligen Eigentümer dem Unternehmen in Führungspositionen erhalten blieben. (mag)