Was kleine E-Commerce-Händler zur Siroop-Schliessung sagen

Neben den aus ihrer Sicht unbefriedigenden Konditionen bei den Distis klagen kleinere Schweizer E-Commerce-Händler immer wieder über Kreditkartenbetrug, nicht bezahlte Bestellungen und hohe Marketingaufwände. In diesen Fragen war Siroop wohl für die Kleinen eine wichtige Stütze, kann man sich vorstellen. Aber stimmt dies auch? Inside-channels.ch hat zwei E-Commerce-Händler zu den Konsequenzen der Siroop-Schliessung gefragt.
 
Geht Ihnen viel Umsatz verloren? "Da im Moment noch alles im Fluss ist, kann ich Ihnen zurzeit nur wenige Informationen mitteilen", antwortet Peter Heiniger, Geschäftsführer von HeinigerAG.ch. "Für mich ist noch offen, ob ich weitermache oder nicht. Es muss sich zeigen ob ein anderes Fenster aufgeht oder nicht", sagt Manfred Egger von RedMan Elektronik.
 
Welchen anderen Nutzen hatte Siroop – beispielsweise im Marketing – der nun wegfällt? "Siroop hatte eine interessante neue Kundschaft für uns, die stark durch die verschiedenen Promotionen und Werbung beeinflusst war. Die Marketing-Massnahmen waren für uns durchaus interessant. Wir hatten allerdings nur etwa 2000 bis 3000 Produkte auf Siroop," sagt Heiniger.
 
Egger stimmt zu: "Siroop war für mich eine grosse Hilfe. Sie haben zwar richtig zugelangt bei den Provisionen, aber weitestgehend die Risiken getragen. Werbung liegt bei meinem Budget nicht drin und ohne Werbung geht fast nichts".
 
Noch ist unklar, ob "Siroop-Nachfolger" Microspot sich Händlern wie diesen beiden öffnen wird. Dennoch sei die Frage schon gestellt: Würden Sie künftig via Microspot verkaufen wollen oder haben Sie andere Pläne? "Eine Zusammenarbeit mit Microspot können wir uns je nach Angebot durchaus vorstellen", sagt Heiniger.
 
Und Egger sagt: "Siroop hat mir nur die Kündigung kommuniziert, aber keine Option mit Microspot künftig weiterzuarbeiten". (Marcel Gamma)