Ingram Micro verbucht wieder Wachstum

Der Distributor Ingram Micro verzeichne eine starke Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen, meldet das Unternehmen. Die "Ablenkungen" verbunden mit der Übernahme durch Tianjin Tianhai, einer Tochter der chinesischen HNA-Gruppe, im Jahr 2016 habe der Disti hinter sich lassen können. Dies schreibt 'CRN' nach einem Gespräch mit CEO Alain Monie.
 
Mit dem Kauf durch das chinesische Konglomerat müsste Ingram Micro nach US-Recht seine Geschäftszahlen nicht mehr publizieren. Aufgrund von Verpflichtungen gegenüber Investoren müsse man aber über den Geschäftsgang informieren, sagte Monie. "Wir haben Kreditgeber, die daran interessiert sind zu wissen, wie es uns geht. Wir haben auch Anleihen. Es ist uns also wichtig, mit diesen Interessengruppen zu kommunizieren", zitiert 'CRN' den CEO.
 
Für das erste Geschäftsquartal 2018 weist Ingram Micro einen Umsatz von 11,76 Milliarden Dollar aus. Dies entspricht einem Wachstum von 13 Prozent gegenüber den 10,4 Milliarden Dollar, die Ingram im ersten Quartal 2017 erwirtschaftete. Der Nettogewinn stieg um neun Millionen Dollar auf 47 Millionen US-Dollar.
 
Im letzten Jahr hätte man ein solides Wachstum verbuchen könne, so Monie weiter. Aber dieses Wachstum sei auf ein Jahr gefolgt, in dem man die Erwartungen nicht erfüllt habe. "2016 waren wir von all dem, was vor sich ging, abgelenkt." Der Konzern habe in diesem Zeitraum auch Marktanteile verloren. 2017, nach Abschluss der Übernahme, habe man die internen Teams neu ausgerichtet und das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs gebracht. Diese Umgruppierung sei erleichtert worden, sobald Ingram eine private Firma wurde, erklärte der CEO.
 
Die Reorganisation im Konzern dauert an und erreichte auch die Schweiz und Österreich. Anfang April wurde bekannt, dass die Leitung des Volume-Geschäfts und des Verkaufs der beiden Länder zusammengelegt wird. (kjo)