Leichter Umsatzrückgang bei Swisscom Enterprise Customers

Weniger Telefonie-, dafür mehr Lösungs- und Produktgeschäft.
 
Laut den aktuellen Swisscom-Quartalszahlen ist der Nettoumsatz der Sparte Swisscom Enterprise Customers mit externen Kunden im ersten Quartal dieses Jahres ganz leicht gesunken. Dieses Jahr waren es 584 Millionen Franken, vor einem Jahr noch 586 Millionen Franken. Der Umsatz mit anderen Swisscom-Segmenten blieb stabil bei 27 Millionen Franken. Als Segmentgewinn blieben unter dem Strich noch 176 Millionen Franken übrig, verglichen mit 180 Millionen Franken im ersten Quartal 2017.
 
Bei Swisscom Enterprise Customers halten sich gegenwärtig zwei Entwicklungen ungefähr die Waage: Einerseits steigt der Umsatz im Lösungsgeschäft, andererseits sinken die Einnahmen mit Unternehmenstelefonie. Im Lösungsgeschäft erreichte der Umsatz im ersten Quartal dieses Jahres 268 Millionen Franken, 7 Millionen bzw. 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Lösungsgeschäft hat damit die Telefonie auch als umsatzstärksten Bereich von Enterprise Customer abgelöst. Dazu, dass Enterprise Customers den Umsatz fast halten konnte trug allerdings auch das Handelsgeschäft mit Produkten bei, das um ebenfalls 7 Millionen Franken auf 50 Millionen Franken zulegte.
 
Mit Telefonie machte die Geschäftskundensparte von Swisscom in diesem ersten Quartal dagegen noch 260 Millionen Franken Umsatz, 6,8 Prozent beziehungsweise 19 Millionen Franken weniger als letztes Jahr. Der Rückgang betraf sowohl die Festnetz- als auch die Mobiltelefonie.
 
Swisscom-Gesamtumsatzumsatz und Gewinn leicht erhöht – dank Fastweb
Insgesamt hat Swisscom im ersten Quartal den Umsatz um 1,9 Prozent auf 2,9 Milliarden Franken gesteigert. Der Gewinn erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 379 Millionen Franken.
 
Der einst als grosser Flop eingeschätze Einstieg in den italienischen Markt für Breitbandanschlüsse lohnt sich dagegen immer mehr. Die italienische Tochter Fastweb konnte den Umsatz um 9 Prozent auf 492 Millionen Euro steigern. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte um 5 Prozent auf 144 Millionen Euro.
 
Im Schweizer Kerngeschäft schrumpfte der Umsatz allerdings um 1,8 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken in Folge des anhaltenden Rückgangs bei der traditionellen Festnetztelefonie und des Preisdrucks.
 
Laut Swisscom-Chef Urs Schaeppi ist die Branche in einem anhaltend schwierigen Umfeld stark gefordert. Der Investitionsbedarf sei hoch. Gleichzeitig sänken die Preise und Promotionen trieben den Wettbewerb zusätzlich an.
 
Der Personalbestand in der Schweiz reduzierte sich in den ersten drei Monaten um 77 Vollzeitstellen auf 17'611. Die Hälfte der geplanten Stellenreduktion von 700 bis Ende Jahr solle über natürliche Fluktuation aufgefangen werden.
 
Insgesamt bliebt das konsolidierte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) bei 1,1 Milliarden Franken stabil. Im Schweizer Kerngeschäft resultierte allerdings ein bereinigter Rückgang um 2,9 Prozent, wie es heisst.
 
Wie schon im Februar publiziert, erwartet Swisscom für 2018 mit einem Nettoumsatz und Betriebsgewinn auf Vorjahreshöhe. (hjm/sda)