Econocom will mit Apple-im-Abo durchstarten

In Frankreich ist Econocom ein Riese, hierzulande ein Zwerg. Aber das soll sich ändern.
 
Man kann bei Econocom nun Tablets und Smartphones von Apple im Abonnement beziehen. Dies meldet die Schweizer Tochter des französisch-belgischen IT-Konzerns.
 
Das Device-as-a-Service-Angebot nennt sich "Business Optimisation Services" (BOS) und ist mit diversen Optionen erhältlich. Das Standardpaket beinhaltet die Geräte, die Anlieferung, einen Austausch sowie die Rücknahme und Recycling.
 
Man könne auch Staging, Versicherungen, Mobile Device Management oder Consulting buchen. BOS ist laut Mitteilung "ab sofort für Kunden in der ganzen Schweiz verfügbar".
 
Econocom zählt laut Eigenangaben 10'700 Mitarbeiter in 19 Ländern und erzielt einen Umsatz von drei Milliarden Euro Umsatz mit Beratung, Sourcing oder der Finanzierung von Assets und Projekten. Bis 2022 will der Konzern laut 'Channelnomics' vier Milliarden Euro erreichen. Erst kürzlich hatte Robert Bouchard, Sohn des Gründers Jean-Louis Bouchard, den CEO-Posten übernommen.
 
Zudem fiel Econocom durch viele Zukäufe auf, beispielsweise übernahm man in Holland BIS und brachte dort nun "Videoconferencing-as-a-Service" auf den Markt, wie 'Commercial Integrator' schreibt.
 
In der Schweiz ist das Unternehmen weniger bekannt, das soll sich nun ändern. Econocom Schweiz wertet BOS als "einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zu einem End-to-End Anbieter digitaler Services".
 
Auf Anfrage von inside-channels.ch sagte Andre Tasca, Direktor Deutschschweiz, BOS sei das erste As-a-Service-Angebot in der Schweiz. Man starte mit Apple, weil der Tech-Gigant in den Corporate Markt dränge. Econocom wolle den Schweizer Service-Markt nun aufbauen, ein Markt, der noch nicht so entwickelt ist wie das französische Business, so Tasca. In Frankreich beschäftige man beispielsweise 5000-Service-Mitarbeiter.
 
Bislang war die Firma in der Schweiz rein im klassischen Finanzierungsgeschäft tätig.
 
Nichtsdestotrotz ist Econocom seit 2000 in der Schweiz präsent und hat den Hauptsitz in Nyon. Zwei Mitarbeiter betreuen vom zürcherischen Wallisellen aus Kunden im deutschsprachigen Raum. Dazu zählt die UBS. Man liefere der Grossbank sämtliche Tablets, so Tasca. (mag)