Atos hängt sich an die Google-Cloud

Mehr und mehr grosse, klassische IT-Dienstleister haben ihre einstigen Träume aufgegeben, mit eigenen Cloud-Plattformen direkt gegen die "Hyperscaler" im Cloud-Geschäft anzutreten. Stattdessen versuchen sie nun in grosser Eile ein Geschäft mit Zusatzservices zu den IaaS- und PaaS-Services der Internetriesen aufzubauen.
 
Dabei müssen sie sich unter anderem entscheiden, ob sie auf einen oder mehrere Hauptpartner setzen oder lieber "Cloud-Neutral" bleiben wollen. Als Partner in Frage kommen gegenwärtig wohl hauptsächlich Amazon (AWS), Microsoft (Azure), Google, IBM oder Oracle, in Zukunft wohl auch Alibaba und Tencent.
 
Swisscom beispielsweise setzt auf AWS und Azure, T-Systems (in Deutschland) gegenwärtig hautsächlich auf Azure. Nun hat der französische IT-Riese Atos bekannt gegeben, dass er Google Cloud als bevorzugten Public-Cloud-Anbieter für seinen "Canopy Orchestrated Hybrid Cloud"-Service erkoren hat. Canopy wurde vor einem Jahr lanciert. Drittanbieter als bevorzugte Public-Cloud-Provider hatte Atos dafür bisher nicht erwähnt.
 
Atos will zudem in drei neuen Innovationszentren neue, auf der Google Cloud basierende Lösungen entwickeln. Zu den angepeilten Bereichen gehören Datenanalyse und maschinelles Lernen.
 
Atos stützt sich auch bei seinem Arbeitsplatz-als-Service-Angebot "Digital-Workplace" stärker auf Google. Der Digital Workplace, so Atos, solle mit Googles G Suite ergänzt werden, und dafür wolle man auch ein eigenes Team und Expertise aufbauen. (hjm)