5G: Sunrise droht mit Klage gegen Frequenz-Auktion

Im Hinblick auf die neue Mobilfunkgeneration 5G fordert Sunrise eine Änderung der Regeln für die anstehende Auktion der Handyfrequenzen.
 
Die jetzigen würden die Marktmacht der Swisscom zementieren und den Wettbewerb einschränken, argumentiert Sunrise. Rechtlich könne man die Regeln nicht vor der Auktion anfechten, so Konzernchef Olaf Swantee. Aber "wenn das Ergebnis der Auktion nicht gut ist für Sunrise und schlecht für den Wettbewerb, werden wir vor Bundesverwaltungsgericht gehen."
 
Die Nummer zwei im Telekommarkt stört sich vor allem an der zu grosszügigen Maximalgrenze von Frequenzblöcken, die ein einzelner Bieter erwerben darf. Damit könnte sich die Swisscom bei den 700-MHz-Frequenzen die Hälfte aller zur Verfügung stehenden Frequenzen kaufen.
 
Swisscom, die ein Vielfaches an Geld für die Auktion zur Verfügung habe im Vergleich zu den Konkurrenten Sunrise und Salt, könnte damit auch Frequenzblöcke ersteigern und diese ungenutzt lassen, nur damit sie der Konkurrenz nicht zur Verfügung stünden, so die Befürchtung.
 
Die 700-MHz-Frequenzen haben eine grosse Reichweite und decken auch das Innere von Gebäuden sehr gut ab. Deshalb sind sie für Telekomkonzerne attraktiv, weil für diese Frequenzen weniger Antennen nötig sind als für höhere Frequenzen.
 
Bei den für 5G ebenfalls wichtigen hohen Frequenzen im Bereich 3,6 bis 3,8 Gigahertz (GHz) sei die Lage ähnlich. Hier könnte sich die Swisscom 47 Prozent der Frequenzen ersteigern. Deshalb fordert Sunrise eine Beschränkung der Maximalgrenze, die ein Konzern ersteigern darf. (sda / mag)