Mulesoft-Aktionäre klagen wegen Salesforce-Kauf

Der CRM-Spezialist Salesforce will sich bekanntlich für rund 6,5 Milliarden Dollar ein Standbein im Integrationsbusiness aufbauen und beabsichtigt dazu, Mulesoft zu kaufen. Doch die erst Ende März publizierte Übernahme wackelt inzwischen. Denn gegen den Verkauf haben in der ersten Aprilwoche vier Aktionäre Klagen erhoben. Konkret gehen sie gerichtlich gegen das Unternehmen Mulesoft, den CEO und diverse seiner Direktoren sowie gegen den potentiellen Käufer Salesforce.
 
Beklagt wird, dass Mulesoft Finanzprognosen und Analysen von Goldman Sachs weggelassen habe, um die Aktionäre davon zu überzeugen, den Kaufpreis von Salesforce zu akzeptieren. Ohne diese Informationen hätten die Mulesoft-Aktionäre aber den "intrinsischen Wert" ihres Unternehmens nicht beurteilen und keine voll informierte Entscheidung über ihren Aktienverkauf treffen können, schreibt 'Business insider' mit Verweis unter anderem auf die Klage von Joseph Polchert (PDF).
 
In dem Bericht wird ausserdem auf die Klage von LR Trust hingewiesen, in der festgehalten werde, Insider von Salesforce und Mulesoft seien Hauptnutzniesser des Deals. Führungskräfte von Mulesoft stünden in einem Interessenkonflikt, da ihnen die Transaktion Vorteile verschaffen werde.
 
Mulesoft und Salesforce sollen inzwischen schon mitgeteilt haben, dass die Klagebehauptungen unbegründet seien. (vri)