Swisscom-CEO Schaeppi: 5G verzögert sich und der Telco ist im Umbruch

Anfang März dieses Jahres hat der Ständerat beschlossen, dass die Strahlenschutzwerte nicht gelockert werden sollen. Nun erklärte Swisscom-Chef Urs Schaeppi im Interview mit der 'Handelszeitung', dass der Netzausbau für 5G deswegen viel länger dauern werde und das Potential der Technologie nicht voll erschlossen werden könne. Es brauche mehr Zeit und auch mehr Geld, so müsse man viel mehr Antennen bauen und könne den ursprünglichen Zeitplan nicht einhalten, sagt Schaeppi. Konkrete Zahlen wollte der CEO nicht nennen, er sprach aber von "deutlichen Mehrinvestitionen".
 
Im Interview äusserte sich Schaeppi auch zu Margendruck und Konkurrenz. Genannt seien hier Salts jüngstes Tiefpreisangebot und die Gerüchte um den Kauf von Salt oder Sunrise durch UPCs Mutterhaus Liberty Global.
 
Man stecke in einer Transformationsphase mit neuen wachsenden Bereichen sowie mit schrumpfenden Segmenten, so Schaeppi: Dem Umsatzzerfall im Kerngeschäft würden Bereiche mit einem Wachstum in dreistelliger Millionenhöhe gegenüber stehen. Neben den IT-Dienstleistungen für Geschäftskunden und Swisscom-TV sei der Cloud-Bereich ein wichtiges Wachstumsfeld, auch mit dem IoT werde man "zweifellos wachsen", gibt sich der Swisscom-Chef gegenüber der 'Handelszeitung' optimistisch.
 
Nachdem die Swisscom-Aktie im letzten Jahr stetig gewachsen ist, brach sie seit diesem Januar um rund 15 Prozent ein. (ts)