Microsoft will Partnern Rechte für gemeinsame Innovationen übergeben

Microsoft-Partner haben Sorgen, betreffend Innovationen und Patente. Diese Sorgen will man ausräumen. Der Präsident und oberste Jurist von Microsoft, Brad Smith, schreibt in einem Blogpost, dass man sich keine Sorgen machen müsse, dass die Redmonder ihnen zuerst helfen würden bei einer Produktentwicklung, bloss um dann selbst ein konkurrierendes Geschäft aufzubauen.
 
Smith skizziert die Richtlinie für etwas, das Microsoft eine "Shared Innovation Initiative" nennt. Dabei wird zugesichert, dass Patente oder Designrechte, die sich aus einer Zusammenarbeit ergeben, beim Kunden verbleiben und nicht bei Microsoft.
 
Zu den sieben Eckpunkten, Microsoft nennt sie "Prinzipien", gehört, dass im neuen Programm der Partner zum Eigentümer der Rechte wird, ohne dass er diese erst aushandeln muss.
 
Microsoft verspricht gar, man würde den Partner-Unternehmen helfen bei der Anmeldung von Patenten, die aus der gemeinsamen Arbeit resultieren. Obwohl Microsoft die Patente nicht besitzen will und wird, hätte man umgekehrt gerne eine Lizenz. Diese soll auf Innovationen für eigene Plattformtechnologien wie Azure, Office 365 und Windows beschränkt sein.
 
Resultiert aus der Zusammenarbeit Quellcode, so will Microsoft den Partner auf Wunsch dabei unterstützen, diesen als Open Source freizugeben.
 
Mit dem Programm hofft der Konzern, attraktiv zu sein für Retailer, Autohersteller oder Finanzinstitute, die mit KI, Analytics oder Cloud-Lösungen neue Produkte entwickeln. Und man will sich von Amazon oder Google-Mutter Alphabet differenzieren.
 
Die konkreten juristischen Feinheiten gehen aus dem Blogpost nicht hervor.
 
Patentklagen – ob von Patenttrollen oder fundierte – sind nach wie vor ein grosses Thema in der Tech-Branche. Schon letztes Jahr hatte Microsoft ein Programm namens "Azure IP Advantage" angekündigt, in dem versprochen wird, verklagte Cloud-Kunden zu schützen. (mag)