IBM macht Ernst beim Umbau der Service-Sparte

Bechtle wird Teile der deutschen Service-Sparte GTS von IBM übernehmen.
 
Bereits Anfang Jahr wurde publik, dass IBM die Marken seiner beiden Service-Arme, IBM Global Technology Services (GTS) und IBM Business Services, zu IBM Services verschmilzt. Wenige Tage zuvor hiess es bereits, IBM werde im Rahmen der Transformation seines Service-Delivery-Modells bis zu einem Drittel seiner rund 103'000 Angestellten des GTS-Sektor eine neue Aufgabe geben. Zudem sollen 10'100 GTS-Stellen weltweit über nicht mehr besetzte Stellen im Rahmen der natürlichen Fluktuation gestrichen werden.

Was der Konzern vor zwei Monaten initiierte, kommt nun in ersten Ländergesellschaften an. Denn die deutsche 'WirtschaftsWoche' schreibt, IBM Deutschland plane den Verkauf von Teilen der Service-Sparte an Bechtle. Das jedenfalls habe der Konzern am gestrigen Montag intern angekündigt. Von der Auslagerung sollen deutschlandweit Support-Stellen im mittleren dreistelligen Bereich betroffen sein. Es gehe um mehrere hundert Jobs in der Software-Wartung und -Implementierung bei Unternehmenskunden. "Sie sollen den Plänen zufolge bis Mitte dieses Jahres auf Basis eines Betriebsteilübergangs zu Bechtle wechseln", wie es weiter heisst.
 
IBM Schweiz nicht betroffen
Auf die Frage, ob etwa auch bei IBM Schweiz geplant sei, in der Service-Sparte Stellen zu streichen, GTS ganz oder in Teilen auszulagern respektive zu verkaufen, teilt Pressesprecherin Susan Orozco mit: "Das gilt nur für die IBM Deutschland, die Schweizer GTS-Organisation ist davon nicht betroffen".
 
Das offizielle Statement von IBM Deutschland lautet übrigens: "Wir arbeiten kontinuierlich daran, die IBM zum Marktführer für kognitive Lösungen und Cloud-Plattformen zu transformieren. Gleichzeitig sind wir gefordert, unsere Aufstellung und unsere Services-Angebote den schnellen Veränderungen des Marktes und neuen Anforderungen anzupassen. Aktuell sind wir in Verhandlungen über eine Partnerschaft mit der Bechtle AG im Bereich unserer GTS-Infrastructure-Delivery-Organisation. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die mitbestimmenden Gremien werden entsprechend über die weiteren Entwicklungen informiert." (vri)