Microsoft legt Zahlen zu Teams vor und peppt es weiter auf

Inzwischen sollen 200'000 Organisationen die Kollaborationsplattform Teams nutzen. Laut Microsoft sind das 125'000 als im letzten September. Bekanntlich soll die App Teams mittelfristig Skype for Business ablösen. Und abermals hat Microsoft auch eine Reihe neuer Funktionen für Teams angekündigt, Übersetzung inklusive.
 
Laut der Nachrichteagentur 'Reuters' hat Microsoft gleichwohl Mühe, die Bekanntheit der beliebten Kollaborationsplattform Slack einzuholen. Slack sei eine Bedrohung für Microsofts langjährige Dominanz im Office-Software-Umfeld, heisst es. Es sei eine Sache, wenn eine App bei Startups im Silicon Valley Fuss fasse, das passiert dem Software-Riesen immer wieder. Ganz anders sähe es aus, wenn die eigenen, grössten und am längsten bestehenden Kunden anfangen umzusteigen, wird ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter zitiert.
 
Slack hatte im letzten September mitgeteilt, täglich sechs Millionen Nutzer und mehr als 50'000 zahlende Teams zu haben. Für Teams lägen hingegen keine vergleichbaren Zahlen vor, so 'Reuters' weiter. Klar sei jedoch, dass Slack einen grossen Vorsprung habe, wenn es um die Integration in Anwendungen von Drittanbietern gehe. Hier würden mehr als 1000 Slack-Integrationen 250 für Teams gegenüberstehen. Ausserdem sei Teams immer noch nicht so einfach zu bedienen wie Slack und es fehle an Funktionalitäten, wird ein Analyst von IDC wiedergegeben.

Microsoft hat jedenfalls nach einem grossen Update Ende Januar jetzt schon versprochen, im laufenden Jahr weitere Funktionen für die intelligente Kommunikation zu bringen. Konkret genannt werden in einem Blog One-Click-Meeting-Aufzeichnungen mit automatischer Transkription und Zeitcodierung. Weiter wird Gesichtserkennung angekündigt, um Kommentare bestimmten Teilnehmern zuschreiben zu können. Weiter soll eine Inline-Nachrichtenübersetzung kommen, so dass man sich in unterschiedliche Sprachen in den Kanälen und im Chat austauschen könne.
 
Integriert werden soll auch das kürzlich noch aufgepeppte Cortana in teamfähige Geräte. Via Sprache soll man also anrufen oder Meeting beitreten können, wobei Cortana auch auf IP-Telefone und Konferenzraumgeräte ausgedehnt werde. Neben einigem anderen soll es bis Ende Jahr auch möglich sein, Ablenkungen bei Videoaufnahmen auszublenden. Dazu verspricht Microsoft eine Funktion, mit der sich die jeweiligen Hintergründe verwischen lassen. (vri)