Avaloq macht sich für die Börse schön

Der Zürcher Banken-Softwarehersteller Avaloq hat heute Zahlen zum Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht. Avaloq strebt bekanntlich den Börsengang an.
 
Gemäss der heutigen Mitteilung ist der Umsatz von Avaloq im Vergleich zum Vorjahr nur wenig gewachsen, nämlich um drei Prozent auf 550 Millionen Franken. Der Gewinn auf EBITDA-Stufe (vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertberichtigungen) wuchs hingegen um mehr als 20 Prozent auf "über 100 Millionen Franken." Und der Cashbestand explodierte förmlich von 62 Millionen Franken auf "über 180 Millionen Franken". Das erstaunliche Wachstum des Bargeld-Bestands hänge mit der erhöhten Profitabilität zusammen, so Avaloq-Sprecher Andreas Petrosino auf Anfrage. Die Investitionen der Vergangenheit zahlten sich nun aus. So werde das Service Center in Deutschland seit dem Going Live immer effizienter. Zudem habe Avaloq intern Prozesse optimiert, schreibt Petrosino in einer Mail.
 
Gemäss Avaloq haben zwölf Kunden neu Avaloq-Lösungen in Betrieb genommen. Zudem gebe es "eine volle Vertriebs-Pipeline".
 
Vor knapp einem Jahr wurde spekuliert, Avaloq sei auf Sparkurs und baue Stellen ab, um sich für den Börsengang schön zu machen. Die heute kommunizierten Zahlen widersprechen dieser These nicht.
(hc)