Fusionierte Meier Tobler lagert an GIA Informatik aus

Bei dem im letzten Jahr bekannt gewordenen Zusammenschluss des hiesigen Klimatechnikonzerns Walter Meier und dem Grosshändler Tobler Haustechnik ist mit der offiziellen Fusion auf Anfang Jahr auch das Outsourcing neu geregelt worden. Bei der neuen Firma Meier Tobler übernimmt der IT-Dienstleister GIA Informatik den Betrieb, die Netzwerke und die Commodity-Infrastruktur, wie CIO Andreas Plüer auf Anfrage bestätigt. Die SAP-basierte Applikationslandschaft ist davon nicht betroffen, fügt er an.
 
Übrigens arbeitet Plüer gemäss Xing-Profil schon seit 2011 als IT-Chef bei Walter Meier. Seit Januar amtet er nun als CIO des zusammengeschlossenen Konzerns mit seinen rund 1400 Miarbeitern.
 
Laut Pressemitteilung sei bei der Vorbereitung der Fusion strategisch zu entscheiden gewesen, wer künftig die IT-Systeme im Outsourcing betreiben wird. "Da für das neue Unternehmen nur ein Provider zuständig sein kann, evaluierten die Verantwortlichen das gebündelte Volumen an IT-Systemen und an konsolidierter sowie transformierter Architektur", heisst es in einer Mitteilung.

Auf dem Prüfstand kamen die beiden bisherigen Anbieter. Während GIA bereits bei Walter Meier im Einsatz stand, setzte Tobler Haustechnik bisher auf "ein bekanntes deutsches IT-Dienstleistungsunternehmen im Bereich des technischen Grosshandels", so die Mitteilung weiter. Dabei handelt es sich um die im deutschen Grafenrheinfeld ansässige FIS Informationssysteme und Consulting, wie sich der dortigen Webseite entnehmen lässt. Die auf SAP-Projekte spezialisierte FIS adressiert nach eigenen Angaben im DACH-Raum den technischen Grosshandel und betreibt eigene Rechenzentren in Süddeutschland.
 
Beide Anbieter hätten ein ausgereiftes und fundiertes Angebot vorgelegt, doch GIA wurde gewählt, weil das "umfassende Lösungskonzept im Full-Outsourcing sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugten", lässt sich Plüer in der Mitteilung zitieren. Auch "positiven Erfahrungen mit der offenen Kommunikation, den kurzen Entscheidungswegen sowie dem zuverlässigen Betrieb in den vergangenen zwei Jahren" hätten den Entscheid gestützt, heisst es weiter.
 
Mit dem Entscheid ist FIS beim fusionierten Unternehmen Meier Tobler aber nicht aus dem Rennen. Mit den SAP-Spezialisten von FIS wird im Applikationsumfeld weiterhin zusammengearbeitet.

Der Zeitplan bei Meier Tobler sieht vor, dass die im Januar gestarteten Projektarbeiten für die Konsolidierung und Überführung der IT-Systeme von der ehemaligen Tobler Haustechnik in die Datacenter von GIA voraussichtlich im Verlaufe des Jahres abgeschlossen werden. Ab 2019, so Plüer, werden dann alle 1400 Mitarbeiter des neuen Unternehmens auf einer SAP-basierten Plattform arbeiten. (vri)