Aus Swissvault wird Mount10

Unternehmen wird "weder verkauft noch übernommen".
 
Der Baarer Online-Backup-Anbieter Swissvault benennt sich um und heisst ab sofort "Mount10". Das Unternehmen werde weder verkauft noch übernommen, heisst es in einer Mitteilung. Die Umfirmierung erfolge "schlicht und einfach", weil der Begriff "Vault" im deutschen Sprachraum schwer verständlich sei und damit die bevorstehende Expansion nach Europa so nicht unterstützen könne, schreibt das Unternehmen weiter.
 
Der neue Name Mount10 ist in der Szene nicht ganz unbekannt, wie auch die neuen Besitzer der Namensrechte schreiben. Der Name "hat in der IT-Szene bereits vor Jahren einmal aufgezeigt, welches Potenzial darin steckt - allerdings nur kurzfristig und für eine andere Firma", heisst es weiter in der Mitteilung. "Die Aussagekraft des Wortspiels hat uns immer begeistert" sagte Swissvault-Geschäftsführer Flo Schweri. "Darum haben wir uns entschieden, die Rechte an dieser Marke zu erwerben und sie erfolgreich für unser Angebot einzusetzen. " Anzumerken bleibt, dass der Delegierte des Verwaltungsrates von Swissvault, Christoph Oschwald, auch im Verwaltungsrat der früheren Mount10 Service AG sass.
 
Die frühere Mount10 (und heutige NovaStor) machte in den ersten 2000er-Jahren Schlagzeilen. Diese bot - wie Swissvault heute - während des New-Economy-Booms einen "Datenbunker" in den Schweizer Bergen an und ging gleichzeitig in Deutschland an den "Neuen Markt", der Börse für Start-Ups. Allerdings lief das Geschäft nicht wie erwartet. Ende 2001 erhoben Ex-Angestellte der Firma schwere Vorwürfe gegen das Management und im Februar 2002 deponierte die Mount10 Service AG die Bilanz. Später wurden Betrugsvorwürfe laut, die allerdings erst im April 2004 zu Strafklagen führten. Diese konnten erst im Juli 2005 mit einem Vergleich erledigt werden. (bt)