Trotz der vielbeschworenen Explosion der in Unternehmensnetzwerken gespeicherten Datenmengen schrumpfte der Storage-Markt im letzten Jahr deutlich, zumindest der Teilbereich der hauptsächlich in Unternehmensnetzwerken eingesetzten externen Speichersysteme mit eigenem Controller. Gemäss Marktforscher Gartner wurden letztes in diesem Marktsegment weltweit 16,5 Milliarden Dollar umgesetzt, 8,6 Prozent weniger als 2008.
Dafür war neben der generellen Krise unter anderem ein Trend hin zu weniger teuren Speichersystemen verantwortlich. Der Umsatz mit High-end-Arrays für SAN- und Mainframe-Umgebungen ("large monolithic/frame-based disk arrays") sank um 21,1 Prozent verglichen mit 2008. Der Umsatz mit NAS-Systemen stieg dagegen um 1,4 Prozent und der Umsatz mit modularen SAN-/iSCSI-Speichern sank nur um 2,8 Prozent.
Der Marktführer EMC verzeichnete ein Umsatzminus von 8,8 Prozent und konnte damit seinen Marktanteil beinahe halten. Die "Gewinner" unter den weiteren grossen Herstellern waren IBM und NetApp, die ihre Umsatzverluste mit -0.8 und -1,7 Prozent in engen Grenzen halten und damit
Marktanteile gewinnen konnten. Die Verlierer waren Hitachi/Hitachi Data Systems (-11.2 Prozent), Dell (-12 Prozent), HP (-17,5 Prozent) und Sun (-29,4 Prozent).
Die Umsatzrangliste wurde damit auch letztes Jahr vom langjährigen Marktleader EMC angeführt (25 Prozent Marktanteil), gefolgt von IBM (14,8 Prozent), HP (10,4 Prozent), Hitachi/HDS (9,0 Prozent), Dell (8,5 Prozent), NetApp (8,3 Prozent) und Sun (4,0 Prozent). (hjm)