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Donnerstag, 04.03.2010
HP-Services für den Wiederverkauf

HP spannt den Channel als Verkaufsmannschaft für standartisierte Services zum Fixpreis ein.
 
Selbst Kleinfirmen mit weniger als 100 Mitarbeitenden betreiben heute eigene kleine Rechenzentren und müssen mit steigenden Komplexitäten, zum Beispiel unterschiedlichen, virtualisierten Betriebssystemen und steigenden Datenmengen fertig werden. Hewlett-Packard promoted nun standardisierte Dienstleistungen für KMU zu Fixpreisen, um diese "gewachsenen" Server- und Speicherstrukturen zu konsolidieren und bezüglich Ausfallsicherheit, Stromverbrauch und Platzbedarf zu optimieren.
 
HP vertreibt diese Dienstleistungspakete sowohl direkt wie auch über Partner. Die Preise werden entweder pro Dienstleistungspaket als so genanntes - unter Umständen auch individuell schnürbares - "Care Pack" festgelegt oder dann kauft der Kunde oder Reseller so genannte "Credits" und bezieht Services aus einer sehr umfangreichen Menukarte.
 
RZ-Optimierung und Hochverfügbarkeit
HP zählt verschiedene Dienstleistungspakete auf, die teilweise aus schon bestehenden Paketen neu zusammengesetzt wurden. So gibt es die Pakete "Basic Capacity Analysis" für die Analyse der Ressourcen und Verfügbarkeiten, "Infrastructure Condition and Capacity Analysis" (Anforderungen und Risiken im Bereich Rechenkapazität) und "Energy Efficiency Analysis".
 
Ebenfalls wiederverkaufbar sind die HP-Services für gemischte Umgebungen ("HP Multivendor Support Services"), "HP Active Chat" (Support in Echtzeit über Web-Chat für HP-Infrastrukturen) und "HP Insight Remote Support" (24 x 7 Support für HP-Server und Storage, bestimmte IBM- und Dell-Server, Solaris auf ProLiant-Servern oder auch IP-Telefonie-Netzwerke von Cisco)
 
Riesige Menuliste
Recht eindrücklich ist die Liste der Services, die man aus dem "HP Proactive Select" Menu beziehen und mit Service-"Credits" bezahlen kann. Sie beginnen bei einfachen Patch-Analysen, gehen über Gesundheitschecks für diverse Systeme, über Services für Datenmigration und den Upgrade von Datenbanken bis hin zu Performanceanalysen für SAP oder Assessments des IT Service Managements.
 
Reseller (und Endkunden) können aus der HP-"Menukarte" Dienstleistungen nach Kundenbedarf herauspicken und kombinieren.
 
Das ewige Lied vom Channel-Konflikt?
Vertriebs-Partner könnten ihr eigenes Dienstleistungsangebot mit den HP-Services ergänzen und ihren Kunden den Zugang zu HP-Services erleichtern, heisst es in einer Pressemitteilung aus Dübendorf. Ausserdem nimmt das Fixpreis-Konzept gewisse Risiken für den Kunden und den VAR aus den Projekten.
 
Zu bezweifeln ist aber, dass alle HP-VARs mit der KMU-Dienstleistungsinitiative von HP glücklich sein werden. Denn viele der Dienstleistungen, die HP direkt oder indirekt aber standardisiert und neu verpackt zu Fixpreisen anbietet, gehören auch zum Kerngeschäft von grösseren oder spezialisierteren VARs.
 
Inside-channels.ch wird sich in den nächsten Wochen noch genauer mit HPs Dienstleistungsinitiative auseinandersetzen. (Christoph Hugenschmidt)