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Montag, 07.12.2009
vcare wird von GlassHouse aufgekauft

Die Storage-Spezialisten um Stephan Schneider schliessen sich wieder einem Grossunternehmen an.
 
Der Badener Storage-Consulter vcare Infosystems wird vom ähnlich gelagerten US-Unternehmen GlassHouse Technologies übernommen. Beide Firmen befinden sich in Privatbesitz, der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.
 
vcare wurde 2001, ursprünglich unter dem Namen Proact Datasystems und als Tochter der schwedischen Proact-IT-Gruppe, durch ein vom Müchensteiner VAR Asetra abgesprungenes Storage-Team rund um Stephan Schneider gegründet. 2004 löste sich das Unternehmen durch einen Management-Buy-out vom Mutterkonzern. 2006 erfolgte dann die Umbenennung in vcare Infosystems.
 
Wie uns Stephan Schneider - den wir heute kurz aus der internen Übernahmefeier loseisen konnten - erklärte, erfolgte die Übernahme nicht aus wirtschaftlichen Gründen, und alle vcare-Mitarbeitenden sollen übernommen werden. Auch das Management-Team mit Managing Director Schneider sowie Thomas Madsen und Michael Eder bleibt an Bord. vcare habe, so Schneider, bereits seit einigen Jahren Kontakt mit GlassHouse gehabt und die Idee zur Übernahme habe sich bei Gesprächen in den letzten Monaten entwickelt.
 
Die Belegschaft von GlassHouse wächst mit den rund 45 vcare-Mitarbeitenden auf insgesamt etwa 550. Zudem kommt GlassHouse, bisher mit sieben Niederlassungen in den USA sowie in Europa in Grossbritannien, Israel und der Türkei präsent, zu neuen Niederlassungen in der Schweiz und Deutschland.
 
Auch GlassHouse Technologies versteht sich wie vcare als herstellerunabhängiger Consulter im Rechenzentrumsbereich, mit einem allerdings etwas breiteren Angebot. Laut Schneider ist Storage wie auch für vcare das Hauptgeschäft, das US-Unternehmen bietet aber auch allgemeine Services im Bereich Konsolidierung, Virtualisierung, Sicherung und Management von Rechenzentrums-Infrastrukturen an.
 
Das auf Storage, Archivierung und Recovery und die dazugehörige Beratung fokussierte Angehbot von vcare soll sich trotzdem zumindest kurzfristig nicht ändern. vcare werde aber, so Schneider, bei Bedarf vom Virtualisierungs-Wissen von GlassHouse profitieren können, während das neue Mutterhaus insbesondere auch am Archivierungs-Know-how von vcare interessiert sei. (Hans Jörg Maron)