Die ehrgeizigen Ziele der AWK Group

Das Zürcher Beratungshaus AWK Group setzte letztes Jahr 52,5 Millionen Franken um. CEO Oliver Vaterlaus strebt massives Wachstum an und will die Zahl der Mitarbeitenden verdoppeln.
 
Im Dezember stieg die deutsche Beteiligungsfirma Deutsche Private Equity (DPE) beim Zürcher Beratungshaus AWK Group ein. AWK gehörte zuvor drei Eignern, darunter der heutige CEO Oliver Vaterlaus. Er und alle weiteren Partner des Unternehmens sind weiterhin beteiligt.
 
Seither sind die Zeichen auf Wachstum gestellt. 2016 wuchs der Umsatz um 15 Prozent, letztes Jahr sogar um 20 Prozent auf 52,5 Millionen Franken, wie Vaterlaus heute an einer Medienveranstaltung in Zürich sagte. Die AWK Group soll künftig jährlich "um mindestens zehn Prozent" wachsen, erklärte Vaterlaus. Man kennt die Zürcher Berater vor allem auch als Firma, die immer wieder grosse Aufträge von Bund, Kantonen oder staatsnahen Betrieben ergattert. So liefert AWK zum Beispiel die Projektleitung für das grosse SAP-Projekt des Kantons Bern.
 
Etwa die Hälfte des Umsatzes stammt aus dem Public Sektor, sagte Vaterlaus. In Zukunft soll aber das Geschäft mit dem Privatsektor schneller wachsen. Die Ziele sind äusserst ehrgeizig: Die Zahl der Mitarbeitenden soll bis 2025 von heute über 250 auf 500 steigen. Wachsen will AWK einerseits im angestammten Geschäft, andererseits wurden "strategische Initiativen" aufgegleist, um neue Geschäftsfelder zu erschliessen. Dazu gehört etwa der Bereich Business Consulting. "Wir wollen mit den grossen Playern im Business-Consulting auf Augenhöhe verkehren," so Vaterlaus. (hc)