Oracle automatisiert Cloud-PaaS und plant ein Schweizer RZ

"Die Zukunft der erfolgreichen IT-Organisation von morgen ist eine vollständige End-to-End-Automatisierung", sagt Thomas Kurian, Oracle President of Product Development, in einer Mitteilung "Bei Oracle machen wir dies zur Realität." Gemeint sind die Cloud-Services mit dem schon recht grossen PaaS-Portfolio von Oracle. Nun kündigt der Gigant an, die Automatisierung auf alle PaaS-Produkte auszudehnen.
 
Basis ist die autonome Datenbank, die laut Oracle die erste weltweit sei. Künftig sollen anstelle von Admins und anderen Fachleuten KI und Machine Learning diverse Arbeiten übernehmen, beispielsweise die Automatisierung der Provisionierung und des Einspielens von Patches und Aktualisierungen. Automatisiert werde auch, verspricht Oracle, Compute- und Storage-Ressourcen an den tatsächlichen Bedarf anzupassen und dies ohne Downtime. Gleichzeitig solle das Einspielen von Security-Updates oder Datenverschlüsselung ohne menschliches Zutun möglich werden.
 
Damit, so prophezeit Oracle, werde die Verfügbarkeit auf 99,995 Prozent angehoben und das inklusive geplante Wartungsarbeiten.
 
Zu den automatisierten Funktionen gezählt werden Mobile und Bots, App- und Datenintegration, Analytics und Management. All die neuen autonomen PaaS-Angebote werden laut Mitteilung noch 2018 verfügbar sein.
 
Gut zu wissen: die Automatisierung endet an den Grenzen der Oracle Cloud, auch wenn ein Oracle-Vertreter gegenüber 'The Register' sagte, die Integration und der Datenfluss zu externen Services solle möglich bleiben.
 
Wachstum und Marge durch lokale RZs
Laut dem Marktforscher Gartner hatte Oracle im Cloud-Infrastrukturmarkt 2016 einen Marktanteil von 0,3 Prozent (AWS 44 Prozent, Microsoft 7,1 Prozent), aber Oracle meldet beharrlich, man verzeichne steigende Kundenzahlen.
 
Der Markanteil soll natürlich wachsen und regionale Verankerung ist neben Automatisierung ein Teil der Wachstumsstrategie. So eröffnet Oracle laut einer weiteren Mitteilung weltweit 12 neue Rechenzentren für seine Enterprise Cloud, darunter auch das Erste in der Schweiz. Wie wo was wer und wann, ist aber noch völlig offen: "Die Expandierung der Cloud-Rechenzentren befindet sich zurzeit noch im Planungsstatus", so der hiesige Country Manager Hanspeter Kipfer auf Anfrage. "Im Moment können wir noch keine genaueren Angaben machen."
 
Zumindest für Oracle ist eines heute schon klar: "Durch die neuen Investitionen werden auch unsere Margen weiter wachsen", prophezeit Mark Hurd, CEO von Oracle. (mag)