EveryWare schluckt iSource

Kurt Ris, CEO EveryWare.
Mit der Übernahme von iSource stärkt EveryWare insbesondere den Bereich IT-Outsourcing.
 
iSource wird von EveryWare gekauft. Es handle sich um eine strategische Übernahme, um den Bereich Outsourcing für mittlere Unternehmen zu stärken, erklärt EveryWare-CEO Kurt Ris auf Anfrage.
 
iSource wurde vor knapp 20 Jahren gegründet, ist auf Managed-Cloud- und Outsourcing-Services spezialisiert und zählt rund 30 Mitarbeitende. EveryWare beschäftigt rund 80 Spezialisten und bietet Services in den Bereichen Cloud & Hosting, Datacenter, Network & Security sowie Managed IT-Services.
 
Der Technologiewandel bringe Herausforderungen wie den steigenden Anspruch an Sicherheit, aber auch die Suche nach Fachkräften mit sich. Die neue Gruppe biete für dieses Umfeld gute Strukturen, heisst es weiter. iSource verfüge im Gegensatz zu EveryWare nicht über eine eigene Netzwerk- und RZ-Infrastruktur, wie CEO Daniel Kaiser gegenüber inside-channels.ch ausführt. Nun erhalte man bessere Skalen-Effekte, was etwa im Zusammenhang mit Public Cloud wichtig sei. Ausserdem liessen sich Themen wie Security und Datenschutz besser behandeln. Mit einer gewissen Grösse könne man mit einem Business-Modell aus der Schweiz durchaus mit AWS oder Azure mithalten – auch preislich, fügt Ris an.
 
Bis anhin war iSource in Besitz von rund 25 Mitarbeitenden. Beim Verkauf handle es sich nicht um eine klassische Nachfolgeregelung, sagt Daniel Kaiser, seit 2016 CEO von iSource, zu inside-channels.ch. Mit Blick in die Zukunft und insbesondere auf die Herausforderungen der digitalen Transformationen habe man in den vergangenen Monaten mehrere Optionen geprüft. Die Übernahme durch EveryWare sei eine dieser Optionen gewesen, so der iSource-CEO. Das Unternehmen bleibe mit den Mitarbeitenden in Glattbrugg unter dem selben Namen bestehen. Auch die Ansprechpartner der iSource-Kunden blieben unverändert.
 
"iSource und EveryWare sind ein perfekter Match. Das Verständnis unseres Geschäfts ist unsere DNA,
iSource-CEO Daniel Kaiser.
wir haben dieselbe Entwicklung durchlaufen und können zentrale IT-Plattformen bauen", so EveryWare-CEO Kurt Ris in der Mitteilung. Insbesondere im Backend-Bereich – Cloud-Plattform, Datacenter und Netzwerk – suche man Synergien, präzisiert er im Gespräch. Im Frontend-Bereich seien die Lösungen individuell und werden auch weiterhin auf die Kundenbedürfnisse angepasst.
 
Erst im Dezember hat EveryWare die Mehrheit des Cloud-Providers Safe Swiss Cloud übernommen. Wie damals nennt das Unternehmen auch heute keine finanziellen Details. Man habe die Übernahme aber eigenständig finanziert, so Ris. EveryWare habe über die Jahre hinweg sehr viel in den Aufbau der RZ- und Netzwerk-Infrastruktur investiert. Jetzt sei die Investition eben in die Übernahme geflossen. Weitere Zukäufe plane EveryWare aktuell nicht. Wie auch in der Vergangenheit, so Ris, strebe man auch künftig organisches Wachstum an. (Katharina Jochum)