Swisscom gewinnt neuen BPO-Kunden im Banking

Swisscom hat für den Verlust von Kundendaten mediale Schelte bezogen. "Swisscom stolpert ins neue Jahr" titelte etwa die 'Neue Zürcher Zeitung'. Dabei ist untergegangen, dass Swisscom Enterprise, der ICT-Dienstleistungsarm des Konzerns, relativ gute Zahlen präsentieren konnte. Swisscom hat Mitte letztes Jahr die Führung der grossen Geschäftseinheit ausgewechselt.
 
Der Umsatz des Bereichs Enterprise ist letztes Jahr zwar leicht auf 2,4 Milliarden Franken gesunken, doch stieg der Umsatz im hart umkämpften "Lösungsgeschäft", dem eigentlichen Outsourcing-, Cloud- und IT-Servicebusinss, um 1,1 Prozent auf 1,08 Milliarden Franken. Zudem ist der Auftragseingang gemäss Swisscom gewachsen.
 
Im Bereich Finanzindustrie, wo Swisscom für Banken Systeme von Avaloq und Finnova betreibt, habe man einen Neukunden für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs als Business-Process-Outsourcer gewonnen, so Swisscom-Sprecher Schädeli auf Anfrage. Den Namen des neuen BPO-Kunden will (oder darf) Swisscom nicht nennen. Schädeli verweist zu dem auf Innovationen im Banking Business. So bietet Swisscom Fraud Prevention als Service und den "Open Banking Hub" an.
 
Auch im Cloud-Business hat Swisscom gemäss Schädeli vorwärts gemacht. "Wir haben Neukunden gewonnen", so der Sprecher. Dies gilt gemäss Schädeli auch für "Enterprise Service Cloud for SAP".
 
Smart ICT: Erste Kunden produktiv
Der Launch des neuen KMU-Produkts Smart ICT sei "gelungen", heisst es aus der Swisscom-Zentrale. Man habe Verträge abschliessen können und erste Kunden seien mit der KMU-Lösung produktiv. Smart ICT ist ein "alles-als-Service"-Angebot für KMU. Darin enthalten sind PCs und Notebooks, Software und Internet-Anbindung. Bezahlt wird pro Monat und Arbeitsplatz. (hc)
 
Hinweis: Welche Strategie Swisscom Enterprise verfolgt, sagte Urs Lehner, der im Juni auf dem Chefsessel Platz genommen hat, im Exklusiv-Interview mit Inside-channels.ch.