Dätwyler weist Wachstum bei Distrelec und Reichelt aus

Der Industriezulieferer Dätwyler ist im vergangenen Jahr schneller gewachsen: Umsatz und Gewinn legten deutlich zu. Die Aktionäre profitieren von einer Dividendenerhöhung von mehr als einem Drittel.
 
Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 1,29 Milliarden Franken. Auf operativer Ebene (Ebit) erreichte die Gruppe mit 162,6 Millionen ein Plus von 11,3 Prozent. Unter dem Strich blieben 123,7 Millionen Franken – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Im Vorjahr drückte die geplatzte Übernahme des britischen Elektronikgrosshändlers Premier Farnell auf den Gewinn.
 
Der Konzernbereich Technical Components erarbeitete im B2B-Kerngeschäft der Online-Distributoren Distrelec und Reichelt im zweiten Halbjahr trotz weniger Handelstagen ein erfreuliches Umsatzwachstum, schreibt das Unternehmen. Der Grosshändler für Home- und Consumer-Electronics Nedis vermochte zwar den Nachfragerückgang im zweiten Halbjahr zu reduzieren, musste aber für das Gesamtjahr einen empfindlichen Umsatzrückgang hinnehmen, so die Mitteilung.
 
Insgesamt verringerte sich der Nettoumsatz im Bereich Technical Components leicht auf 458,6 Millionen Franken. Bereinigt um die positiven Währungseffekte entspreche dies einem organischen Rückgang von 2,3 Prozent.
 
Der Gewinn auf Stufe Ebit stieg von 9,4 Millionen Franken auf 11,0 Millionen Franken. Einmalkosten in Höhe von 9,7 Millionen Franken hätten den Gewinn belastet. Ausgaben gab es vor allem für den Aufbau des neuen Distrelec Enterprise Hub in Manchester.
 
Wie das Unternehmen bereits mitteilte, werden in den nächsten fünf Jahren rund 50 Millionen Franken in ein neues ERP-System investiert. Damit wolle man die Effizienz der Geschäftsprozesse und die Datenqualität erhöhen. Auch erhofft sich Dätwyler, künftig akquirierte Firmen schneller und einfacher zu integrieren. (kjo/sda)