ICTswitzerland: Einstimmiges Nein zum neuen Geldspielgesetz

Der ICT-Dachverband ICTswitzerland hat für die Abstimmung über das neue Geldspielgesetz, die am 10. Juni stattfinden wird, die Nein-Parole herausgegeben. Und die Entscheidung dafür sei vom Vorstand einstimmig gefällt worden, teilt der Verband mit.
 
Dies ist insofern bemerkenswert, als im Vorstand des Dachverbands doch recht unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Haltungen in vielen Fragen Einsitz haben.
 
Beim neuen Geldspielgesetz stört den Verband nicht die Absicht, Schweizer vom Gebrauch ausländischer Onlinespielangebote abzuhalten. ICTswitzerland stört sich aber an dem dafür vorgesehenen Mittel, den Netzsperren: "Netzsperren machen das Internet unsicherer, unzuverlässiger und beeinträchtigen den Zugang zu Informationen und Daten. Vor allem aber sind sie ineffektiv, da sie mit wenigen Clicks einfach und kostenlos ausser Kraft gesetzt werden können."
 
Es sei bedauerlich, so das Statement des Verbands, dass man die Parlamentsmehrheit nicht von der Wirkungslosigkeit und Schädlichkeit der Netzsperren habe überzeigen können. Die Debatte sei von "zahlreichen anderen Interessen" dominiert worden. (hjm)