Absatzprobleme beim iPhone X? Investoren vermuten es

Kursverluste des Börsenschwergewichts Apple haben die Wall Street belastet. Der Dow-Jones-Index ging am Montag mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 26'439 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 sank ebenfalls 0,7 Prozent auf 2853 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,5 Prozent und sank auf 7466 Punkte.
 
Die Apple-Aktien brachen um zwei Prozent ein. Einem Medienbericht von 'Nikkei' zufolge hat der iPhone-Hersteller aktuell Absatzprobleme mit seinem neuesten Modell X und will die Produktion halbieren. Während man beim Launch noch 40 Millionen iPhone-X absetzen wollte, seien es im ersten Quartal nur noch rund 20 Millionen des High-End-Devices.
 
"Mit Blick auf die Zukunft könnten die glanzlosen Verkäufe zu einer Verzögerung des Plans des Unternehmens führen, OLED-Bildschirme in anderen iPhone-Modellen einzuführen", mutmasst 'Nikkei'. Dies wiederum wird Samsung nicht gefallen: Der hohe Preis des iPhone resultiert zu einem wichtigen Teil aus den Kosten für das OLED-Display des Apple-Zulieferers.
 
Verkaufszahlen für einzelne iPhone-Modelle gibt es von Apple keine, aber die Marktforschern von Canalys nennen Schätzungen. Diese besagen, dass im vierten Quartal 2017 das weltweit am meisten verkaufte Smartphone das iPhone X gewesen sei. 29 Millionen Stück seien ausgeliefert worden, darunter sieben Millionen im chinesischen Markt.
 
Zu den Verlierern zählten ferner Telekomwerte. Hintergrund waren Überlegungen der US-Regierung, ein eigenes ultraschnelles 5G-Mobilfunknetz aufzubauen, um möglicher Spionagegefahr durch China vorzubeugen. AT&T, Verizon, Sprint und die Telekom-Tochter T-Mobile US büssten zwischen ein und zwei Prozent an Wert ein. (sda/mag)