Was machen die ICT-Lehrabgänger von 2016 heute?

Was machen ICT-Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger ein Jahr nach ihrem Berufsabschluss?
Der Verband ICT-Berufsbildung Schweiz hat erstmals Lehrabgänger ein Jahr nach dem Abschluss ihrer ICT-Berufsausbildung befragt. Ausgewertet wurden die Antworten von 335 der 2429 Lehrabgänger von 2016. Heraus kam dabei, dass 49 Prozent der Befragten zurzeit arbeiten, wobei mit 55 Prozent die Mehrheit der Lernenden nach Abschluss der Lehre das Lehrgeschäft verlassen haben. Ausserdem befinden sich 39 Prozent in einen Studium oder absolvieren eine Weiterbildung. Zwölf Prozent sind auf Stellensuche oder Nichterwerbstätig, zeigen die Zahlen des Verbands.
 
Weiter zeigt sich, dass die ICT-Lehrabgänger überwiegend im Vollzeit-Pensum angestellt sind und mehrheitlich in KMU arbeiten. Interessant ist laut ICT-Berufsbildung Schweiz auch, dass die Lernenden in Grossfirmen häufiger im Unternehmen bleiben. Zudem wurde ermittelt, dass der Medianlohn für die ICT-Lehrabgänger mit 5000 Franken über dem Schweizer Durchschnittslohn von 4706 Franken für 20- bis 25-jährige liegt.
 
Herausgehoben wird aus der Auswertung der Befragung weiter, dass 80 Prozent der stellensuchenden Lehrabgänger nach drei Monaten eine Anstellung gefunden hatten.
 
Mehrheit will sich weiterbilden
Interessant ist, dass insbesondere Informatikpraktiker (25 Prozent) und Mediamatiker (17 Prozent) heute auf Stellensuche sind. Von den ausgebildeten Applikationsentwicklern sind drei Prozent auf Stellensuche. Bei den Befragten Systemtechnikern sind es drei Prozent, während es bei den Informatikern mit generalistischer Fachrichtung fünf Prozent sind. Allein bei den im Support Ausgebildeten suchte von den Befragten niemand eine Stelle.
 
Schliesslich sei noch darauf verwiesen, dass drei Viertel der Lehrabgänger, welche sich bereits wieder in einer Weiterbildung befinden, an einer Fachhochschule Informatik studieren und 13 Prozent eine höhere Berufsbildung absolvieren. Wobei auch von den momentan Arbeitstätigen eine satte Mehrheit von 81 Prozent angibt, in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Weiterbildung in Angriff zu nehmen.

Das Fazit dieser Befragung des Verbandes lautet: Die "Informatik- und Mediamatiklehre in der Schweiz ist ein ideales Sprungbrett für die Zukunft". (vri)