Droht der nächste Stellenabbau bei IBM?

10'000 Stellen sollen bei IBM über Fluktuation abgebaut werden, so ein Bericht. Weitere tausende von Mitarbeitenden sollen intern eine neue Aufgabe erhalten.
 
Der US-Konzern IBM plane bis zu einem Drittel der 103'000 Angestellten der Global Technology Services (GTS) eine neue Aufgabe zu geben. Dies berichtet 'The Register' mit Berufung auf Insider sowie ein internes Dokument. Aus dem Dokument geht hervor, wie IBM das "Service-Delivery-Modell transformieren" möchte. Dazu habe der Konzern die Beratungsfirma Bain & Company an Bord geholt, die auch Quelle des beim 'Register' publizierten Dokuments ist.
 
Aus der Folie geht hervor, dass 2018 etwa 30'900 Mitarbeitende der GTS-Gruppe von Massnahmen betroffen sein sollen. 10'100 Stellen werden demnach durch "attrition w/o backfill" abgebaut, durch natürliche Fluktuation also, ohne diese Stellen neu zu besetzen.
 
9'300 Mitarbeitende der GTS sollen "redeployed" – in andere Abteilungen versetzt – werden. Auf dem Dokument werden unter anderem Cloud Migration oder New Business als neue Rollen genannt.
 
Weitere 6000 Mitarbeitende sollen intern umgesiedelt werden, um IBM dabei zu helfen, Kosten zu senken. Sie sollen laut 'Register' die Aufgaben von Subunternehmern übernehmen. Das Unternehmen wolle laut dem Insider die Leistungen von externen Dienstleistern reduzieren. Für weitere gut 5000 Stellen werde noch eine Lösung gesucht.
 
Auf Anfrage von 'The Register' und 'Reuters' wollte sich das Unternehmen nicht unmittelbar zum Bericht äussern. Kurz vor Redaktionsschluss war es auch nicht mehr möglich, die Schweizer Pressestelle von IBM zu erreichen. (kjo)