GoPro gibt Drohnen­geschäft auf und entlässt wieder Mitarbeiter

Der Actionkamera-Spezialist GoPro gibt sich nach gut einem Jahr im Drohnen-Geschäft geschlagen. Die GoPro-Drohne "Karma" habe in einem hart umkämpften Markt Probleme bei der Profitabilität gehabt, räumte die kalifornische Firma ein.
 
In dem Geschäft sind vor allem asiatische Anbieter wie DJI stark. Ausserdem würden die schärferen Regeln für Drohnenflüge die interessierte Zielgruppe in den kommenden Jahren voraussichtlich schrumpfen lassen, erklärte GoPro.
 
Mit dem Ausstieg soll die weltweite Zahl der Beschäftigten von 1254 auf unter 1000 sinken. Dies ist die nur der jüngste Stellenabbau in einer ganzen Reihe von grösseren Entlassungen. Erst im März 2017 hatte GoPro 17 Prozent der Belegschaft entlassen.
 
Vermasselter Marktstart
GoPro hatte mit dem Einstieg in den Drohnen-Markt grosse Hoffnungen auf eine Belebung seines Geschäfts verbunden, nachdem das anfängliche rasante Wachstum bei Actionkameras für Sportler oder Abenteurer vorbei war.
 
Der Kamera-Spezialist verpatzte den Marktstart und musste das mit Spannung erwartete Gerät nach nur zwei Wochen wegen Absturzgefahr zurückrufen. Als Problem wurde die Verriegelung des Batteriefachs ausgemacht – dadurch hätten sich in einigen Fällen die Akkus gelöst und die Stromzufuhr gekappt. Alle rund 2500 verkauften "Karma"-Drohnen wurden zurückgerufen. Es dauerte rund drei Monate, bis das erneuerte Modell wieder in den Handel kam.
 
GoPro steht zum Verkauf
Das Unternehmen gab zudem die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal 2017 bekannt: Der Umsatz wurde von 470 Millionen Dollar, die man im November geschätzt hatte, auf 340 Millionen Dollar korrigiert. Die Aktien fielen nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen um 33 Prozent auf ein Rekordtief.
 
Laut 'Reuters' steht die Firma zum Verkauf. Man suche aber nicht aktiv nach Käufern, teilte GoPro der Nachrichtenagentur mit. (sda/ts)