Schwerwiegende Lücke in Intel-CPUs

Ein Fehler in der Intel-Prozessorarchitektur lasse sich ausnutzen und könne nur mit umfangreichen Änderungen an den Betriebssystemen behoben werden, wie 'The Register' berichtet. Softwareentwickler seien die vergangenen zwei Monate damit beschäftigt gewesen, das "Virtual Memory System" des Linux-Kernels zu patchen, um die Auswirkungen des Fehlers zu umgehen. Von Microsoft werde ein entsprechendes Update am nächsten Patch Tuesday erwartet. Auch für Azure-VMs gebe es für den 10. Januar ein wichtiges Security-Update, das ebenfalls mit der Intel-Schwachstelle zusammenhänge.
 
Betroffen seien sämtliche Intel-CPUs, die in den vergangenen zehn Jahren produziert wurden. Wie 'The Register' weiter schreibt, könnten die Security-Patches jedoch die Performance der Systeme verschlechtern. Ältere Systeme könnten gar um bis zu 30 Prozent langsamer werden.
 
Offizielle und bestätigte Informationen von Intel gibt es noch keine, diese sollen laut 'DR Windows' morgen folgen. Offenbar könne der Fehler ausgenutzt werden, um auf eigentlich geschützte Speicherbereiche zuzugreifen oder dem Kernel vorbehaltene Informationen wie Passwörter oder Login-Schlüssel auszulesen. (kjo)