Avaloq: Fernandez gibt CEO-Funktion ab

Francisco Fernandez (r.) und der neue Group CEO Jürg Hunziker.
Francisco Fernandez übergibt die Position des Group CEO an Jürg Hunziker.
 
Avaloq-Gründer Francisco Fernandez übergibt die Position des Group CEO an Jürg Hunziker. Fernandez fokussiere auf seine Rolle als Group Chairman, so das Unternehmen: "Er wird sich auf die langfristige Strategie für Avaloq, die Fortsetzung des steilen Wachstumskurses sowie auf Innovation und Akquisitionen konzentrieren". Dies sei als Stärkung der Governance zu verstehen, so die Mitteilung.
 
Avaloq-Gründer Francisco Fernandez war seit Sommer 2017 Group Chairman der Avaloq Gruppe und hält nachwievor 28 Prozent der Avaloq-Aktien.
 
Sein Nachfolger Jürg Hunziker stiess 2016 in der Funktion des stellvertretenden Group CEO und Group CMO zu Avaloq. Hunziker wechselte, ebenso wie kurz nach ihm Group CFO Dean Gluyas von SunGard zu Avaloq.
 
Er war rasch immer stärker öffentlich präsent, beispielsweise im grossen Interview mit inside-it.ch. Auch an der wichtigen Avaloq Community Conference letzten Juni begrüsste und empfing Hunziker die Partner, während Fernandez nicht anwesend war. Dies sei aber nicht als Signal zu interpretieren, hatte Hunziker damals gesagt.
 
Mit der neuen Rollenaufteilung, so schreibt Avaloq, habe man "ein eingespieltes Führungsteam, das die Gesellschaft in den kommenden Jahren auf einen möglichen Börsengang vorbereiten wird".
 
Bei Avaloq ist rund um das Ziel Börsengang einiges im Gange, auch weil im März 2017 Warburg Pincus als neuer Gesellschafter eingestiegen ist: Jetzt die saubere Rollenteilung und vor kurzem wurde das Raiffeisen-Avaloq-Joint-Venture Arizon in eine klassische Kunden-Lieferanten-Beziehung umgewandelt. Auch dies sei als Massnahme im Sinne einer "konsequenten Governance" zu begreifen, so die Mitteilung.
 
Inzwischen hält das Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus 45 Prozent und es soll für den IPO Gas gegeben werden: Man will eine "Phase beschleunigten Wachstums" einläuten, nachdem man zuletzt Stellenabbau im BPO-Bereich melden musste.
 
Das avisierte Wachstum könnte durchaus aus Übernahmen resultieren und dabei soll Fernandez die zentrale Rolle spielen. Als neuer CEO verströmt Jürg Hunziker viel Optimismus: "Avaloq ist heute perfekt positioniert für zukünftiges Wachstum", lässt er sich zitieren. (Marcel Gamma)