Sunrise beansprucht für sich einen Weltrekordwert mit 5G

Bereits Jahre vor ihrer Einführung zeigt die neue Mobilfunkgeneration 5G, was sie kann. In einem Test von Sunrise und dem Telekomausrüster Huawei wurde ein Spitzentempo von 3,28 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) erreicht im 3.5 GHz (Band 42)-Frequenzband. Dies sei "die höchste, bisher gemessene Daten-Downloadgeschwindigkeit", so die beiden Firmen in einer Mitteilung.
 
Dies demonstrierten beide Unternehmen am Dienstag vor den Medien in Zürich mit cloudbasierten Core Network End-zu-End-Anwendungen anhand von drei Praxis-Cases: mit Virtual Reality, 360°-Live-Video und zwölf parallelen 4K-Videostreams.
 
Zum Vergleich: Mit der heutigen Mobilfunkgeneration 4G (auch LTE genannt) ist im aller-allerbesten Fall etwa einem Gbit/s möglich. An den meisten Orten endet die Fahnenstange in der Schweiz indes bei 300 Mbit/s. Und dies auch nur, wenn man eine ganze Handyantenne für sich alleine hat.
 
Aber nicht nur das Surfen in rasendem Tempo von unterwegs wird mit 5G möglich. Auch die Reaktionszeiten werden viel kürzer. Erst damit werden selbstfahrende, vernetzte Autos überhaupt möglich. Bei der jetzigen 4G ist die Reaktionszeit zu langsam. Damit wäre ein selbstfahrendes Auto schon in ein Hindernis gefahren, bevor der Bremsbefehl überhaupt angekommen wäre.
 
Zudem biete 5G viel mehr Verbindungen pro Antenne als 4G, sagte Sunrise-Chef Olaf Swantee. Mit der neuen Technologie können sich bis zu eine Million Geräte pro Quadratkilometer ins Mobilfunknetz einloggen. Das sind 100 Mal mehr als heute.
 
Für die Einrichtung des Tests und des 5G-Labors sei die für die Schweiz spezifische Netzkonfiguration im 3.5 GHz (Band 42)-Frequenzband gewählt worden. Ab 2020 werde diese auch in der Praxis umgesetzt, so die Mitteilung. (sda / mag)