Microsoft-Partner nennen "Veredlung" von Software als wichtiges Business

Der Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer Lünendonk hat deutsche IT-Dienstleister und insbesondere Microsoft-Partner zu ihren Geschäftsmodellen, Umsatzerwartungen und den eingesetzten Microsoft-Technologien befragt. Nicht alle Ergebnisse lassen sich in die Schweiz übertragen – so sind die Automotive-Industrie und der Maschinenbau die grössten Einsatzbereiche für die Microsoft-Partner in Deutschland. Dennoch gibt es den einen oder anderen Aspekt, der auch für die Schweizer Microsoft-Partner interessant sein könnte.
 
Ein Grossteil der befragten Microsoft-Partner nennt die "Veredlung" von Microsoft-Produkten, die Anpassung an branchenspezifische Anforderungen als Teil des Geschäftsmodells. 82 Prozent von ihnen entwickeln eigene Branchenlösungen oder spezielle Fachapplikationen basierend auf Microsoft-Technologie.
 
Skype for Business etwa werde von jedem fünften Befragten zur Branchenlösung weiterentwickelt, so die Studienautoren. Ebenfalls häufig werden von den IT-Dienstleistern Branchenlösungen auf Basis von Microsoft-CRM (33 Prozent) und Dynamics (25 Prozent) entwickelt und vermarktet.
 
Deutlich mehr Partner setzen auf Sharepoint: 72 Prozent der deutschen Microsoft-Partner entwickeln spezielle Collaboration-Lösungen auf Sharepoint-Basis. Hier stehen Fachanwendungen etwa für Forschung und Entwicklung, Vertrieb oder Produktion stärker im Fokus als Branchenlösungen.
 
Die dominierende Technologie ist laut Befragung Azure. Fast 80 Prozent entwickeln Branchenlösungen oder Fachanwendungen basierend auf dieser Technologie. Gerade wenn Kunden eine Lösung as-a-Service haben möchten, würden die Tools der Azure-Familie einen Grossteil des Entwicklungsprozesses abdecken, heisst es in der Studie weiter. So gebe es Tools für KI, Big Data Analytics oder IoT sowie Services für Entwickler, darunter DevOps, TestLab oder Visual Studio.
 
Lünendonk hat 45 Microsoft-Partner befragt. Sie erzielen zusammen 18 Milliarden Euro Umsatz und im Schnitt etwa 20 Prozent ihres Umsatzes mit Microsoft-Lösungen. Alle Ergebnisse, etwa Zahlen zur Migration in die Cloud und dem Einsatz von Hybrid-Cloud-Modellen, gibt es auf der Website von Lünendonk. (kjo)
 
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