Ispin richtet sich mit neuem Cyber Defence Center an KMU

Politologe Albert Stahel (links) und Ispin-CEO Marco Marchesi im SOC. Bild: ts
30 Security-Experten arbeiten künftig im SOC & NOC von Ispin.
 
Letzte Woche hat der Security-Spezialist Ispin in Bassersdorf ein neues Cyber Defence Center eingeweiht. Vor rund 50 Besuchern inklusive Lokalprominenz eröffnete Ispin-CEO Marco Marchesi den Rundgang durch die Räumlichkeiten des Centers. Man habe dieses in sechs bis acht Wochen auf die Beine gestellt, so Marchesi.
 
Überwacht wurde man beim Besuch des NASA-Räumlichkeiten nachempfundenen Centers von mehr oder weniger finster blickenden ehemaligen Schweizer Special-Forces. An vier Posten wurden die Besucher über Cyberbedrohung und Gegenmassnahmen aufgeklärt, vom offiziellen Weg abweichen streng verboten.
 
Das Security Operation Center (SOC) teilt seine Räumlichkeiten mit dem Network Operation Center (NOC). 30 Leute werden hier in den beiden Teams auf 300 Quadratmetern arbeiten. Bekanntlich ist die Rekrutierung von Security-Experten eines der grösseren Herausforderungen beim Aufbau einer solchen Infrastruktur. Man habe aber schon 90 Prozent der Stellen besetzt und Spitzenleute von führenden Managed Service Providern abwerben können, erklärt Pascal Imthurn, Head of Cyber Defense Center von Ispin, auf Anfrage von inside-channels.ch. Über Geldsummen will sich Ispin nicht äussern, man habe aber "einen grösseren Betrag" investiert.
 
Derzeit zählt das SOC noch keine Kunden. Man stehe aber bereits mit 16 Interessenten in Verhandlung, so Imthurn. Zielgruppe des neuen SOC sind kleine und mittlere Unternehmen, als Beispiel nennt COO Antonio Sirera die Kantonalbanken.
 
Buchen kann man den Service von Ispin in drei Varianten, abgestuft nach Betreuungslevel vom Incident Response Service bis zum SOC-as-a-Service mit Service Level Agreement im Rundumpaket. Das Angebot wird in drei Phasen vom Scoping und der Erfassung der Kundenbedürfnisse über den Proof of Value bis zum Cyber Defence Service ausgerollt. (ts)