Europol sperrt über 20'500 Domains

Mit einer Kampagne macht Europol auf die Risiken vermeintlicher Internet-Schnäppchen aufmerksam.
In einer gemeinsamen Aktion von Europol, Interpol den USA und 27 EU-Mitgliedsstaaten wurden 20'520 Domain-Namen gesperrt. Auf den Websites seien gefälschte Produkte angeboten worden, darunter Elektronikartikel oder auch Sport- und Luxusartikel, schreibt Europol in einer Mitteilung. Es handle sich um den "grössten Schlag" gegen Urheberrechtsverletzung im Internet.
 
Die Aktion wurde im Rahmen von "In Our Sites" (IOS) durchgeführt, eine vor einigen Jahren etablierte Operation, in deren Rahmen gezielt nach Internetseiten gesucht wird, auf denen gefälschte Güter verkauft werden. In den vergangenen Jahren wurden so knapp 8000 Seiten gesperrt. Das Thema soll auch weiterhin eine Priorität für die Strafverfolgungsbehörden bleiben, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht.
 
Im Sommer gaben die Schweizer Behörden und Switch bekannt, in einer Grossaktion 4500 Online-Shops mit einer .ch-Endung gelöscht zu haben. Eine solche Grossaktion lohne sich unter anderem deshalb, weil man den Betrügern "richtig weh tun" könne, wie uns Switch, der Verwalter der .ch-Adressen, sagte. Denn nach dem Löschen einer Domain wird der Name 40 Tage später wieder freigegeben. Wenn ein Betrüger nun sehr viele Domains wieder neu registrieren müsse, so die Hoffnung, könne dies aufwändig und kostspielig sein.
 
"Dieses hervorragende Ergebnis zeigt", so Rob Wainwright, Executive Director von Europol in der Mitteilung, "wie wichtig und effektiv die Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und den Partnern des Privatsektors ist und wie wichtig es ist, das Internet zu einem sicheren Ort für die Verbraucher zu machen". (kjo)