KAIO widerruft Zuschlag aus statistischen Gründen

Ende Oktober hat das KAIO drei Partner gewählt, welche der kantonal bernischen Informatikbehörde bei der Durchführung von Beschaffungen Hilfe leisten sollen. Der Zuschlag zeigte die Stundenansätze der drei Firmen. Das war offenbar keine gute Idee.
 
Einen Monat später hat das KAIO nämlich den Zuschlag widerrufen und neu publiziert. Zum Zuge kommen die selben drei Firmen. Allerdings beinhaltet die Publikation nun einen Totalbetrag der Rahmenverträge.
 
Sourcing Partner erhält den Zuschlag für 3'645'600 Franken, CSP über 1'041'600 Franken und APP Unternehmensberatung könnte mit einem Beratungsvolumen von 520'800 Franken zum Zuge kommen.
 
Das Total der Aufwände für die Beschaffungshelfer schätzt das KAIO auf 5'208'000 Franken, dies auf 60 Monate verteilt.
 
Der Widerruf wie die Neupublikation, so die Berner auf Simap, geschehe deshalb, weil man nur so die gewünschten statistischen Auswertungen bieten könne. Konkret sei nur mit absoluten Zahlen ersichtlich, welcher Anbieter wieviel erhält. Das KAIO sieht vor, die Aufträge nach der eigenen Anbieter-Bewertung zu verteilen.
 
Jeweils zuerst berücksichtigt werde das am besten benotete Unternehmen. Falls dieses den Auftrag nicht übernehmen kann oder will, wird der "Silber-Medaillen-Gewinner" angefragt und schliesslich könnte auch der Drittplatzierte zum Zuge kommen. Die Aufteilung unter ihnen werde 70 Prozent - 20 Prozent - zehn Prozent sein, glaubt die Behörde. (mag)