Schneider Electric initiiert Community-Plattform für RZ-Experten

RZ-Betreiber, Techniker und Fachplaner im DACH-Raum adressiert der französische Konzern Schneider Electric mit einer neuen, sogenannten "Colo Community". Angesprochen fühlen vom Angebot des Spezialisten für Energiemanagement sollen sich Colocation-Anbieter, die sich insbesondere bei Energiemanagement, Stromversorgung und Cooling schlau machen wollen. Versprochen wird Know-how-Transfer und schnelle Hilfe, wie es in einer Mitteilung heisst.
 
Die "Colo Community" sei eine Plattform für alle Fragen rund um den Betrieb von RZs und soll den Dialog fördern. Konzepte sowie Dimensionierung und Redundanz von Stromversorgungslösungen sollen Thema sein, ebenso Energiemanagement oder Monitoring. Des Weiteren will man Edge Computing, Internet der Dinge (IoT), Hyperkonvergenz und Pod-basierte RZ-Konzepte im Praxiseinsatz diskutieren. Der Anspruch sei, dies "fair und herstellerneutral" zu ermöglichen.
 
Beim RZ-Betreiber Green begrüsst man die Bemühungen, auch wenn hierzulande etwa in der Asut-Fachgruppe Data Center Infrastructure schon ähnliche Bemühungen laufen, wie Green-Sprecherin Susanne Felice-Tanner sagt. Sie hat zusammen mit einem Spezialisten einen Blick auf die Plattform geworfen. Problematisch sei dabei, dass derzeit Informationen von Schneider Electric dominieren, so Felice-Tanner.
 
Das ist laut Gordana Ozegovic von Schneider Electric aber noch nicht anders möglich, weil die Plattform so kurz nach dem Start wachsen müsse. Die Marketingverantwortliche des Konzerns betont auf Anfrage von inside-channels.ch, es handle sich keineswegs nur um einen weiteren Marketingkanal.

Vielmehr sei die Plattform auch offen für andere Unternehmen. Es sollen regelmässig Fachbeiträge von Nutzern oder unabhängigen Redaktoren publiziert werden. Allerdings sollen bei technischen Fragen auch die Experten von Schneider Electric direkt und unbürokratisch helfen, wie es in der Meldung heisst. Die Community-Mitglieder sollen sich ausserdem bei Workshops oder Events persönlich austauschen können.

Klar sei jedenfalls, dass die Plattform erst dann spannend und nützlich werde, wenn sie möglichst viele Mitglieder umfasst. Schneider Electric lädt deshalb Mitarbeiter von Colocation-Anbietern, RZ-Fachplaner, Spezialisten für Stromversorgung und Klimatisierungslösungen sowie Administratoren zur Beteiligung ein. (vri)