Zwei Lücken machen Exim-Mailserver angreifbar

Hinter den CVE-Nummern 2017-16943 und 2017-16944 stecken zwei Schwachstellen in Exim, einem Mail-Transfer-Agenten (MTA) und Mailserver. Angreifer könnten damit aus der Ferne Code ausführen (CVE-2017-16943) oder mittels DoS-Angriff die E-Mail-Server lahmlegen (CVE-2017-19644), wie 'Bleepingcomputer' schreibt. Laut Bericht sind die Exim-Versionen 4.88 und 4.89 betroffen.
 
Für CVE-2017-16943 liegt laut 'Bleeping' ein Patch vor, dieser müsse aber noch in die Distributionen integriert werden. Ein Exim-Entwickler sagt gegenüber 'Heise Security', dass keine Angriffe auf die Schwachstelle bekannt seien. Für die andere Lücke gebe es einen vorläufigen Patch, der aber noch nicht freigegeben sei. Es gebe aber einen Workaround, so die Berichte.
 
Exim wurde 1995 für die Verwendung der Mail-Server der University of Cambridge entwickelt und wird heute auf Unix-ähnlichen Betriebssystemen verwendet. Exim ist der Standard-MTA auf Debian-GNU/Linux-Systemen. (kjo)