Novo BC soll ASAL-Projekt stemmen

Bis zu 108 Millionen Franken sind für die Modernisierung der in die Jahre gekommenen IT-Lösung der Ausgleichskasse vorgesehen.
 
Nachdem im März das Seco-Projekt-ASALfutur ausgeschrieben wurde, folgt nun der Zuschlag an den Unternehmensberater und IT-Dienstleister Novo Business Consultants mit Sitz in Bern. Der Zuschlag beläuft sich auf über 100 Millionen Franken. Dieser Betrag teilt sich in einen Grundauftrag von 5,8 Millionen Franken sowie in Optionen in Höhe von 102,1 Millionen Franken für die Jahre 2018 bis 2029. Zu den Optionen gehören neben dem Basisrelease auch die Lizenzen und Wartung für die Bezügerbewirtschaftung und die Dokumentengenerierungswerkzeuge sowie die Weiterentwicklung, wie aus der Ausschreibung hervorgeht.
 
Letzter Versuch scheiterte
Bei ASALfutur handelt es sich um das Nachfolgeprojekt des gescheiterten Seco-Projekts ASALneu. Dabei geht es um die Ablösung der Uralt-IT-Lösungen für die Auszahlung der Arbeitslosenversicherung (ALV). Der Projektbeginn der heutigen Lösung war 1989. Mit ihr arbeiten 1200 bis 1500 Nutzer täglich an 34 Standorten.
 
ASALneu, der letzte Versuch, das System abzulösen, wurde von der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) als "missglückten Versuch der Migration einer alten Technologie in eine moderne Technologieumgebung" bezeichnet. Mit ASALneu hätte das alte Auszahlungssystem ohne funktionale Änderungen auf Java umgeschrieben werden sollen. Der Auftrag über 22 Millionen Franken wurde ohne Ausschreibung 2013 an CSC Schweiz vergeben. Das Projekt wurde im Sommer 2015 abgebrochen. (kjo)