"Unfaire" Frequenz­vergabe könnte Salt aus dem Markt drängen

In der zweiten Jahreshälfte 2018 wird der Bund zusätzliche Mobilfunkfrequenzen vergeben. Laut Salt-Chef Andreas Schöneberger werde die "Vergabe darüber entscheiden, ob der Wettbewerb im Telekommarkt künftig funktioniert", wie er zur 'NZZ am Sonntag' sagt. Die neuen Frequenzen stehen den Anbietern ab 2019 zur Verfügung; die ersten 5G-Anwendungen werden in der Schweiz ab 2020 oder 2021 erhältlich sein.
 
Laut Salt dränge Swisscom auf ein "unfaires" und "hochkomplexes" Auktionsformat für die Vergabe der Frequenzen. Damit wolle Swisscom seine dominante Marktposition zementieren, so der Vorwurf, denn das Bieterverfahren würde die Preise in die Höhe treiben, wie Schöneberger sagt.
 
Würde Salt bei der Vergabe zu wenig Frequenzen erhalten, könnte dies dazu führen, "dass wir aus dem Markt gedrängt werden", zitiert die 'NZZ am Sonntag' den Salt-CEO. Dass sich Salt dann aus dem Schweizer Markt verabschiede sei "nicht unmöglich". Es würde sich um einen Extremfall handeln, aber das Risiko bestehe. (kjo)