Schweizer Onlineshops ächzen unter Black-Friday-Traffic

Das Schnäppchen-Geschäft am Black Friday wird auch hierzulande immer grösser und wie auch letztes Jahr zwingt der Ansturm die Schweizer Online-Shops teilweise in die Knie.
 
Zum ersten Mal am Black Friday mitgemischt hat dieses Jahr etwa der Online-Händler Brack.ch. "Wir sind sehr angetan vom Abfluss, den wir bis jetzt auf unserer Website hatten", sagte Mediensprecher Daniel Rei nach dem Mittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'sda'. Doch trotz überdurchschnittlichem Besucheraufkommen in den ersten Stunden nach Mitternacht gab es bei brack.ch praktisch keine technischen Zwischenfälle. "Wir haben unser Informatiksystem zuvor ausgebaut, damit viele Anfragen gleichzeitig bearbeitet werden können", sagte Rei.
 
Anders war dies bei den Onlinehändlern Digitec und Galaxus. Auch sie hätten weitere Webserver aufgebaut, wie deren Sprecher Alex Hämmerli auf Anfrage mitteilte. Dennoch waren die Webshops teilweise gar nicht oder nur schwer zugänglich – das gleiche bei der Website von Interdiscount.
 
Digitec rechnet mit Verkaufsrekord
Trotz der Überlastung der Websites bei Digitec und Galaxus verzeichneten die Shops gemäss Hämmerli bis am Mittag vierzig Prozent mehr Zugriffe als vor einem Jahr. Sowohl bei Brack.ch als auch bei Digitec waren bis am Mittag einige Schnäppchen bereits vergriffen. Digitec rechnet denn auch mit einem neuen Verkaufsrekord. Interdiscount meldete einen nochmals grösseren Andrang als in den letzten Jahren – sowohl online, als auch in ihren Geschäften.
 
Beim Black Friday handelt es sich nicht um einen "normalen" Ausverkauf. Sowohl Brack.ch als auch Digitec beispielsweise bestellen bei den Lieferanten die verschiedenen ausgewählten Objekte – bei Brack.ch zum Beispiel mehrere Hundert an der Zahl – in grösserer Stückzahl, damit sie Rabatte an die Kundinnen und Kunden weitergeben können. (kjo/sda)