Berufsschulen stellen sich der Digitalisierung

Auswahl der Digitalkompetenzen, die ein Informatiker EFZ besitzen sollte.
Die Berufsbildung soll mit der Digitalisierung Schritt halten. Doch fehlte bis anhin ein Konzept, wie die Digitalisierung in Schule und Lehre umgesetzt und vermittelt werden kann. Um dies zu ändern, hat der Verein Metropolitanraum Zürich Handlungsempfehlungen von der Hochschule Luzern erarbeiten lassen, wie er mitteilt. Diese stehen auf der interaktiven Plattform berufsbildungdigital.ch zur Verfügung. Die Plattform soll als Orientierungshilfe für die Berufsschulen dienen.
 
"Darauf habe ich gewartet", zitiert die 'NZZ' René Portenier, Rektor der KV Business School in Zürich. Die Schulen hätten zwar gewusst, dass sie etwas machen mussten, wussten aber nicht was. "Endlich haben wir eine konkrete Hausaufgabe", sagt er weiter. Mit der Plattform werden koordinierte Aktivitäten möglich. Die Plattform kann nach Berufen durchsucht werden und gibt dann an, in welchen Bereichen höhere Kenntnisse gefordert werden.
 
So wolle man sicherstellen, dass die Berufsbildung mit der Digitalisierung Schritt halte, schreibt die Hochschule Luzern.
 
Unter der Leitung von Prof. Markus Wyss hat das Departement Informatik der Hochschule Luzern für rund 290 bestehende Berufsbilder die notwendigen digitalen Kompetenzen identifiziert. 23 solcher Kompetenzen wurden definiert. Dazu gehören etwa das Beurteilen, Speichern oder Abrufen von Informationen sowie der Schutz von persönlichen Daten, Sensorik oder der Umgang mit fachspezifischen digitalen Technologien.
 
Auf Basis von Gemeinsamkeiten, respektive den unterschiedlichen Anforderungen an die Digitalkompetenzen, wurden die Berufsbilder in zehn Cluster gebündelt. So gehören etwa der Konstrukteur EFZ und den Automatiker EFZ zum selben Cluster mit folgenden Kernkompetenzen: Interaktion über Technologien, Zusammenarbeit über die digitalen Kanäle, Sensorik, Internet of Things, Umgang mit fachspezifischen Technologien und Lösung technischer Probleme. (kjo)