Informatik am "Gymi" soll aufgewertet werden

Das Fach Informatik soll an Gymnasien mehr Gewicht erhalten. Es könnte nicht nur ein obligatorisches Fach, sondern ein Grundlagenfach werden, das bei den Maturitätsprüfungen benotet wird.
 
Der Bundesrat will diese Frage in den kommenden Gesprächen mit der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) erörtern. Das schreibt er in seiner heute veröffentlichten Antwort auf eine Motion von FDP-Nationalrat Laurent Wehrli (VD).
 
Er hält es jedoch nicht für sinnvoll, bei den Schweizerischen Maturitätsprüfungen Informatik als Grundlagenfach einzuführen, ohne dass die Kantone dies gleichzeitig in ihrem Zuständigkeitsbereich tun. Aus diesem Grund beantragt der Bundesrat dem Parlament, den Vorstoss abzulehnen.
 
Er betont indes, er unterstütze und fördere die Bemühungen der EDK, das Fach Informatik an den Gymnasien zu stärken. Die EDK hatte im Oktober beschlossen, Informatik als obligatorisches Fach einzuführen. Damit wäre es noch kein Grundlagenfach, dessen Note für die Matura zählt.
 
Wehrli plädiert in seinem Vorstoss ebenfalls für ein koordiniertes Vorgehen: Das Maturitätsanerkennungsreglement der EDK und die Maturitätsanerkennungsverordnung des Bundes sollen parallel angepasst werden. Seinen Vorstoss begründet er mit der Bedeutung der Informatik in der heutigen und künftigen Gesellschaft.
 
Für die gymnasialen Maturitätsprüfungen sind in erster Linie die Kantone zuständig. Der Bund und die EDK koordinieren zusammen die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen. Der Bund organisiert zudem die Schweizerische Maturitätsprüfung. (sda/kjo)